Kulturforum – Freianlagen eröffnet

Manuel Pestalozzi
17. Dezember 2019
Der Scharounplatz bildet das neue Zentrum und das gemeinsame Außenfoyer der verschiedenen Institutionen am Kulturforum. (Foto: Lichtschwärmer – Christo Libuda/gruen-berlin.de)

Am 16. Dezember 2019 sind die Freianlagen des Kulturforums in Berlin eröffnet worden. Die noch ziemlich karg und exponiert wirkende Fläche vor der Philharmonie soll vielfältige Kulturangebote empfangen.

Kaum sind die Botschaften über den Spatenstich des Museums des 20. Jahrhunderts verklungen, steht das Kulturforum in der Bundeshauptstadt bereits wieder in den Schlagzeilen: Mit dem neu eröffneten Scharounplatz und der verkehrsberuhigten Herbert-von-Karajan-Straße will das Kulturforum nun im Aussenraum großzügige, barrierefreie Räume zum Verweilen bieten. Sie sollen den Gesamtzusammenhang des Kulturforums erlebbar machen.

Grundlage für das Freiraumkonzept mit dem Scharounplatz als zentralem Platz im Kulturforum ist der Entwurf des Büros Valentien + Valentien. Er ging aus einem Landschaftsplanerischen Ideen- und Realisierungswettbewerb als Sieger hervor. Der Platz ist nun weitgehend den Fussgängerinnen und Fussgängern vorbehalten. Er zeigt viel Stein, hat eine Bushaltestelle, ist umringt von Absperrpfosten und -würfeln und bietet zwei lange, dem monumentalen Charakter des Ortes gerecht werdende Sitzbänke. Sie haben Holzrippen als Sitzfächen – Spurenelemente von Wärme und Anmut im ansonsten eher grau und kühl wirkenden Umfeld. Man spürt, dass hier alle „nichts Falsches“ machen wollten. Aus dem Platz wachsen Einzelbäume, die sich hoffentlich schnell und üppig entwickeln.

Der Tagesspiegel erinnert daran, dass die Genese dieses Platzes eine langwierige Zangengeburt war – und dass die neue Beschaulichkeit von kurzer Dauer sein wird. Am 3. Dezember erfolgte ja auf der Südseite des Platzes der erwähnte symbolische Spatenstich für das neue Museum. Wann genau es mit der Buddelei losgeht, stehe zwar noch nicht fest, schreibt der Tagesspiegel-Reporter, die Eröffnung sei aber für 2026 geplant.

Die neue Freifläche wirkt derzeit windgepeitscht, das Absperren und Entwässern hat noch eine etwas aufdringliche Präsenz. Aber der nächste Frühling kommt bestimmt! (Foto: Lichtschwärmer – Christo Libuda/gruen-berlin.de)

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