Tapetenmuseum verzögert

Manuel Pestalozzi
1. Oktober 2019
Das Projekt soll nun ohne Beteiligung des siegreichen Architekturbüros realisiert werden. (Visualisierung: © Harry Gugger Studio/MHK)

Die geplante Fertigstellung des Deutschen Tapetenmuseums am Brüder-Grimm-Platz in Kassel verschiebt sich von 2023 auf 2025. Und der Architekt, der den Wettbewerb gewonnen hat, ist nicht mehr im Boot.

Das Schweizer Büro Harry Gugger Studio aus Basel hatte 2017 den Architektenwettbewerb für das Deutsche Tapetenmuseum gewonnen und den Zuschlag für den Bau des Projekts erhalten. Wie die Hessisch-Niederschächsische Allgemeine berichtet, wurde der Termin für die Fertigstellung von 2023 auf 2025 verschoben. Zudem meldet die Publikation, dass sich das Land Hessen und Architekt Gugger „einvernehmlich“ getrennt haben. Auf ihre Nachfrage nannte die Landesbetriebs Immobilien Hessen (LBIH) für die Trennung keine Gründe. Nun werde per europaweiter Ausschreibung ein anderer Architekt gesucht, der Guggers Planungskonzept im Detail weiter betreut und verwirklicht. Es wird damit gerechnet, dass diese Suche bis Januar dauert.

Jetzt will man das Verfahren der Bebauungsplanung in Angriff nehmen, was längere Zeit beansprucht. Parallel zum Museumsprojekt plant die Stadt Kassel eine umfassende Neugestaltung und Aufwertung des an den Bauplatz angrenzenden Brüder-Grimm-Platzes. Dafür wurden der Stadt 6,5 Millionen Euro aus dem Städtebau-Förderprogramm des Bundes zugesagt – das entspricht rund der Hälfte des Kostenaufwandes. Der Platz muss bis Ende 2023 fertiggestellt werden, das verlangen die Förderrichtlinien.

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