Ratingens Wallhöfe kommen

Manuel Pestalozzi
14. Oktober 2019
Das Areal wird ins Fusswegnetz eingebunden. (Visualisierung: tecklenburg-bau.de)

Ende des Jahres soll Ratingens Rat den Bebauungsplan für diese zentral gelegene Wohn- und Gewerbeüberbauung beschließen. Dann kann der Baustart im Januar oder Februar 2020 erfolgen.

Das Projekt basiert auf einem Entwurf von kadawittfeldarchitektur aus Aachen. Es wird direkt im Zentrum Ratingens auf dem Grundstück des ehemaligen Hertie-Hauses sowie einem angrenzenden städtischen Grundstück zwischen Fußgängerzone und dem neuen ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) gebaut, was von zentraler Bedeutung für die Ratinger Innenstadt ist. Gemäss zinsland.de handelt es sich um ein Projekt mit hoher Akzeptanz und Förderung aus Landesmitteln NRW. Projektentwickler und Investor ist die Tecklenburg GmbH.

Die Wallhöfe setzen sich aus fünf Volumen mit Schrägdächern zusammen, die sich teilweise auf einem gemeinsamen, abgestuften Garagen, Laden- und Passagensockel erheben. Geplant sind ca. 6‘800 m2 Gewerbefläche und knapp 5‘300 m2 Wohnfläche. Für die Handelsflächen sind vier Großflächen im Erd- und Untergeschoss sowie kleinteilige Gastronomie- und Ladenflächen an der neu entstehenden Promenade vorgesehen. In den oberen Geschossen werden rund 69 barrierefrei zugängliche Wohnungen errichtet, die sich an alle Generationen richten.

Es gab auch Kritik am Entwurf an dieser städtebaulich äußerst sensiblen Stelle in der Stadt. Der innerstädtische Werbering City-Kauf hatte unter anderem gemäß einem Bericht von RP-Online die Größe der Baukörper kritisiert und ein Bild veröffentlicht, „das die Wallstraße in drangvoller Enge zeigte, sozusagen in die Ecke getrieben von einem neuen Koloss aus Beton.“ Frank Boberg, Abteilungsleiter im Amt für Stadtplanung, verteidigte das Projekt mit Architekt Gerhard Wittfeld. Letzterer sprach von einem „dialogischen Verfahren“, also einem engen Zusammenspiel zwischen Stadt, Investor und Architekten, während Boberg das Vorgehen der Stadt, auf einen Projekt-Wettbewerb zu verzichten, verteidigte. Man hätte mindestens ein Jahr Zeit verloren. Und die Pläne, die Investor und Architekten präsentierten, hätten dem Vorgaben-Katalog der Stadt überzeugend entsprochen.

Die fünf Volumen gleichen sich dem Maßstab der Umgebung an. (Visualisierung: tecklenburg-bau.de)

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