Ikone zum 70sten

 Katinka Corts
8. Oktober 2018
Im Pavillon der Frankfurter Buchmesse (Bild: Norbert Miguletz)
Wenn sich in zwei Tagen die Tore zur Frankfurter Buchmesse zum 70. Mal öffnen, gibt es auch eine architektonische Neuheit zu sehen: Nach den Entwürfen des Architekturbüros schneider+schumacher entstand ein temporärer Pavillon für den Vorplatz der Messe.
„Temporär und solide“ sollte er sein, „unkompliziert zwischenzulagern“ und schnell wieder aufbaubar – der neue Messepavillon für Lesungen und Veranstaltungen während der Frankfurter Buchmesse. Die Architekten von schneider+schumacher fanden eine Lösung, die einen ikonischen Raum schafft und zugleich mit Material und Kosten zu haushalten weiß. Die helle Membran, die die hölzernen Tragrippen überspannt, ist zugleich Teil des Tragsystems: mit Schnüren an die Hauptspanten und den Boden gebunden, ergibt sich eine stabile Tragstruktur.

Die nahe Zusammenarbeit aller am Projekt Beteiligten erlaubte es, zeitgleich den Einfluss von Änderungen zu untersuchen. „Aus diesem Prozess entwickelte sich ein System, in dem sich jeder Parameter direkt auf die anderen auswirkt“, heißt es bei schneider+schumacher. So sei es möglich gewesen, viele Varianten des Pavillons zu generieren und miteinander zu vergleichen – hinsichtlich Architektur, Tragwerk, Materialität und Wirtschaftlichkeit. 
​Für den Aufbau des gesamten Pavillons aus knapp 75 m3 Funierschichtholz und 1000 m2 fasergebundenem PVC-Membran ist eine Woche vorgesehen. Der erste erfolgreiche Durchlauf konnte gestern gefeiert werden.
"Frankfurt Pavilion" 2018 (Bild: Jörg Hempel)
Drei ineinander geschobene Rippenkonstruktionen aus Holz formen den Pavillon (Bild: Norbert Miguletz)

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