Ergänzungsbau für Theaterhaus Stuttgart

Manuel Pestalozzi
20. Januar 2020
Die Architektur des Ergänzungsbaus geht auf die Ästhetik der ehemaligen Rheinstahlhalle ein. (Visualisierung: pfp architekten)

Der europaweit ausgelobte Architektenwettbewerb für den Ergänzungsbau des Theaterhauses ist entschieden: Das Hamburger Büro pfp architekten hat sich durchgesetzt.

Das Theaterhaus Stuttgart ist ein Theater und Veranstaltungsort. Neben den Aufführungen seiner beiden Ensembles für Tanz und Schauspiel gibt es Gastspiele mit Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Comedy, Kabarett, Pop- und Rockmusik, Lesungen, Jazz, Klassik und Neue Musik. Spielbetrieb begann 1985 in den Räumen einer leer stehenden Glasfabrik. Dem stetig wachsenden Angebot an kulturellen Veranstaltungen und dem damit verbundenen Anstieg der Zuschauerzahlen wurde 2003 durch den Umzug in die Rheinstahlhallen nahe dem Stuttgarter Pragsattel Rechnung getragen.

Nach einer mit Hilfe von Stadt und Land abgewendeten Insolvenz wird durchgestartet; der vom Gemeinderat bereits 2018 aufgegleiste Erweiterungsbau soll auf insgesamt 5800 Quadratmetern Platz für zwei neue Säle bieten, meldet die Stuttgarter Zeitung: einen großen mit rund 600 Zuschauerplätzen im Erdgeschoss, der überwiegend von der Gauthier Dance Company bespielt wird, sowie einen kleineren Raum mit 150 Sitzplätzen im Obergeschoss, der der Freien Tanzszene zur Verfügung steht. Hinzu kommen Büros, Werkstätten sowie Lagerflächen und Proberäume. Der Bau soll außerdem eine Tiefgarage mit 230 Stellplätzen beherbergen.

Der Siegerentwurf von pfp architekten überzeugte die Jury durch ein Wechselspiel untereinander verschränkter Kuben. Sie sind, so steht in der Mitteilung der Stadt Stuttgart, ein Abbild der verschiedenen Nutzungen des Erweiterungsbaus. Eine Besonderheit ist der ebenerdige Saal. Die Architektur lehnt sich an die industrielle Ästhetik der ehemaligen Rheinstahlhalle an. Der Ergänzungsbau soll bis spätestens 2025 eröffnet werden.

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