Resilient gestalten

Katinka Corts
31. März 2021
Vakuum, Kälte oder UV-Strahlung: Die etwa 1 mm großen Bärtierchen sind äußerst widerstandsfähig und überleben an den unwirtlichsten Orten. (Foto: © Frank Fox, http://www.mikro-foto.de, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons)

„Keiner kann sich seiner gebauten Umwelt entziehen“, sagen die Macher*innen von plattformnachwuchsarchitekten und thematisieren auf ihrer Website und in Veranstaltungen Berliner Themen wie das Stadtschloss, den Großflughafen BER, Zwischennutzungen und Wohnbauprojekte. Unter dem Motto „Resilient gestalteter Raum für Berlin und Brandenburg“ ruft das Netzwerk erneut alle Kreativen auf, ihre nicht realisierten Entwürfe für resilient gestaltete Innen- oder Außenräume aus den Schubladen zu holen und zum Wettbewerb einzureichen.

In Zeiten wie der aktuellen Covid-19-Pandemie rückt das Thema Resilienz, also die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen, in den Vordergrund. Dies gilt auch für gute gestaltete Innen- und Außenräume, die Unwägbarkeiten, Risiken und Disruptionen abfedern können, sodass Menschen sich dort geborgen fühlen und trotz Corona-bedingter Einschränkungen diese vielfältig nutzen können. Grundsätzlich müssen alle Planer*innen verantwortungsbewusst und mit Empathie für die Schwächeren in der Gesellschaft Projekte entwickeln. Wer seine Arbeiten einreichen und vorstellen möchte, kann sich ab sofort für den Wettbewerb formlos per Email registrieren. Der Abgabetermin für die Wettbewerbsarbeiten ist der 15. August 2021. Die eingereichten Arbeiten resilient gestalteter Räume werden an ihrem interdisziplinären Ansatz und kreativen Potential für Berlin und Brandenburg gemessen.
Für die interdisziplinäre Jury konnten 2021 Michael Prytula (Forschungsprofessor „Ressourcenoptimiertes und klimaangepasstes Bauen“ an der FH Potsdam), Dagmar Pelger (Gastdozentin Städtebau an der UdK Berlin), Prof. Anna Lundqvist (Landschaftsarchitektin, BTU Cottbus) sowie die Gewinner des Vorjahres-Wettbewerbs Wenzel Meyer (Karlsruhe) und Till Uppenkamp (Berlin) gewonnen werden. Die prämierten Arbeiten werden bei einem Round Table Talk voraussichtlich im Herbst 2021 vorgestellt und entweder physisch ausgestellt oder per Videoclip öffentlich präsentiert.

www.plattformnachwuchsarchitekten.de ist ein informelles Netzwerk rund um Architektur und Stadt. 2004 in Berlin gegründet, versteht sich die Initiative als Plattform für eine nachwachsende Generation kreativ und interdisziplinär denkender Planer*innen. Stadtentwicklungspolitische Themen in Berlin bilden den inhaltlichen Schwerpunkt ihrer kritischen Kommentare und Aktionen. Darüber hinaus unterstützt die Plattform Nachwuchsarchitekt*innen alle Aktionen und Projekte, die dem Nachwuchs in der Schule neben Musik, Kunst und Literatur auch Architektur und Baukultur vermitteln.

Andere Artikel in dieser Kategorie