Berührungslust

 Katinka Corts
12. September 2018
Haptisches Erleben in virtueller Zeit – die Fortmann-Stiftung lobt einen Materialpreis aus (Bild: RobertHamacher)
Während unsere Umwelt digitaler und virtueller wird, bleibt der Mensch von Haptik und greifbarem Material fasziniert. Mit ihrer diesjährigen Ausschreibung möchte die Fritz und Trude Fortmann-Stiftung so auch Konzepte, Forschungen und Entwürfe unterstützen, bei denen die Sinnlichkeit und Präsenz von Materialien und Bauten im Mittelpunkt stehen.
Materialbibliotheken begleiten uns Architekten täglich, wenn es um die Gestaltung von Projekten geht. Längst ist Material nicht mehr nur passiv, es kann auch auf Umwelteinflüsse reagieren oder den Nutzer führen – Flüsterasphalt und Brüllbeton seien hier als akustische Beispiele genannt. Auch können Materialien heute so bearbeitet werden, dass ihre Eigenschaften hervorgehoben oder manipuliert werden. Die Stiftung sucht für die Auslobung 2018/2019 genau solche Projekte oder Forschungsvorhaben, die die Wechselwirkung zwischen Materialverwendung und Sinnlichkeit untersuchen. Die Ausschreibung ist offen für architektonische, künstlerisch-experimentelle oder materialuntersuchende Projekte wie für kulturwissenschaftlich-theoretische oder mediale Arbeiten.

Die zu fördernden Vorhaben werden in zwei Stufen ausgewählt: zuerst werden die prinzipiell förderungswürdigen Ideenskizzen selektiert (Erstauswahl), in der Endauswahl werden bis zu drei Vorhaben bestimmt, die die Stiftung mit jeweils 20'000,- Euro fördert.
 Ideenskizzen können bis zum 15. Oktober 2018 eingereicht werden, die Endauswahl erfolgt Anfang 2019.


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