Urban Mining Student Award Architektur

Manuel Pestalozzi
27. Juni 2019
Das Siegerteam plante auf einem ehemaligen Lüfterturm ein Volumen aus rezyklierten Stahlelementen. (Präsentation: Torben Ewaldt und Sofie Fettig, KIT)

Urban Mining kann ein wichtiger neuer Kompetenzbereich für Architektinnen und Architekten werden. Der Urban Mining Student Award Architektur verdient deshalb Interesse. Im April wurden die diesjährigen Preise vergeben.

Hinter dem Urban Mining Student Award Architektur stehen die Bergische Universität Wuppertal, die Urban Mining e.V. und das Planungsbüro agn. Er zeichnet Konzepte, Ideen und Strategien zur Förderung einer konsequenten Kreislaufwirtschaft aus. Prämiert werden Entwürfe und Konstruktionen für Neubauten, Umbauten und Erweiterungen unter besonderer Berücksichtigung der Umwelt- und Ressourcenschonung. Die Rückbaufreundlichkeit der Konstruktion und die Recyclingfähigkeit der Baustoffe stehen zusammen mit der Wiederverwendung gebrauchter Bauteile und einer hohen Reparaturfreundlichkeit im Vordergrund der Betrachtungen. Weitere Kriterien sind Flexibilität der Gebäudestruktur als Voraussetzung für Um- und Weiternutzungen, geringer Flächen- und Wasserverbrauch, möglichst hohe Gebäudeautarkie mit Low-tec-Lösungen für Betriebs- und Energieeffizienz sowie Förderung des Mikroklimas und der Biodiversität.

Dieses Jahr waren die Teilnehmenden aufgerufen, ein Tagungs- und Lernzentrum für Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz am Theodorschacht in Ibbenbüren zu entwerfen. Das Bergwerk war Ende 2018 als eine der beiden letzten Steinkohlenzechen Deutschlands geschlossen worden. Aufgabe war es, den Ort mit seiner historischen Bedeutung strukturell zu stärken und durch eine zukunftsweisende Nutzung zu bereichern. Der erste Preis wurde mit 2000 € prämiert und ging an Torben Ewaldt und Sofie Fettig vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Der zweite, mit 1000 € prämierte Preis wurde an Jan Martin Müller von der Bergischen Universität Wuppertal verliehen. Über zwei dritte Preise mit je 500 € Preisgeld freuten sich Lisa-Maria Behringer und Ruth Mathilda Meigen sowie Jasmin Amann und Marieteres Medynska (KIT). Die Rückbaufreundlichkeit der Konstruktion und die Recyclingfähigkeit der Baustoffe standen zusammen mit der Wiederverwendung gebrauchter Bauteile und einer hohen Reparaturfreundlichkeit im Vordergrund der Betrachtungen.

Detaillierte Darstellung biotischer und technischer Kreisläufe des Siegerprojekts (Präsentation: Torben Ewaldt und Sofie Fettig, KIT)

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