Sanierte Schinkel-Kirche

Manuel Pestalozzi
15. Oktober 2019
Die Friedrichswerdersche Kirche wurde von 1824-1830 erbaut. (Foto: © Staatliche Museen zu Berlin/Maximilian Meisse)

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat mitgeteilt, dass die Friedrichswerdersche Kirche in Berlin nach jahrelangen Sanierungsarbeiten wieder öffnen wird. Ein benachbartes Neubauprojekt hatte dem Werk von Karl Friedrich Schinkel stark zugesetzt.

Die Kirche ereilte ein besseres Schicksal als Schinkels Bauakademie ganz in der Nähe. Das neugotische Bauwerk wurde im Zweiten Weltkrieg zwar stark beschädigt, in den 1980er Jahren aber wieder aufgebaut. In Mitleidenschaft gezogen hat sie allerdings ein benachbartes Projekt der Bauwert AG (Carsten Sauerbrei berichtete 2016). Diese hat gemäß einer Mitteilung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz schließlich das Kirchengebäude wieder stabilisiert, um weiteren Schaden abzuwenden. Auch wurde die Nachbarbebauung von der Bauwert AG mit Rücksicht auf die unvergleichliche Ausleuchtung des Kircheninnenraums in wesentlichen Teilen unmittelbar neben den westlichen Seitenfenstern niedriger ausgeführt, als es die Bauplanung zugelassen hätte.

Die Kirchengemeinde in der Friedrichstadt und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sind bereit, das Kirchengebäude den Staatlichen Museen zu Berlin zur Verfügung zu stellen. Die Vereinbarung gilt für zunächst mindestens fünf Jahre. Ab dem zweiten Quartal 2020 werden die Staatlichen Museen zu Berlin das Kirchengebäude wieder als Ausstellungsraum für die Alte Nationalgalerie nutzen und dort eine Ausstellung zur Skulptur der Schinkelzeit präsentieren.

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