Masterplan für Grasbrook

Manuel Pestalozzi
6. April 2020
Der Park soll im neuen Stadtteil südlich der HafenCity eine Hauptsache werden. (Visualisierung: Herzog & de Meuron und Vogt)

Hamburg erhält am Südufer der Norderelbe, gegenüber der HafenCity, ein neues Quartier. Das Schweizer Büro Herzog & de Meuron hat im Team mit Vogt Landschaftsarchitekten den internationalen Wettbewerb für den Masterplan gewonnen.

Die frühere Binneninsel Grasbrook liegt zwischen den Stadtteilen Veddel im Osten, Steinwerder im Westen und Wilhelmsburg im Süden. Sie beherbergt derzeit fast ausschließlich Anlagen des Hamburger Hafens. Seit sich der Güterumschlag durch den Einsatz von Containern in die elbabwärts gelegenen Containerterminals verlagert hat, liegen jedoch viele Flächen brach. Am 18. September 2019 startete ein Wettbewerblicher Dialog. Die Freiraumplanung wurde nicht als „nachträgliche Begrünung“, sondern als gleichberechtigter Wettbewerbsbestandteil zeitgleich mit dem Städtebau bearbeitet.

Der Entwurf der Schöpfer der Elbphilharmonie und Vogt Landschaftsarchitekten sieht einen Elbpark mit einem See in der Mitte des Hafenstadtteils vor. Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) spricht gemäß NDR von einem Meilenstein für Hamburg als lebenswerte, grüne Stadt am Wasser. Die öffentliche Beteiligung in der Schlussphase und die finale Jury-Sitzung seien wegen der Corona-Krise in virtueller Form vonstatten gegangen. 

Im neuen Stadtteil sollen 3.000 Wohnungen, 16.000 Arbeitsplätze, großzügige Grün- und Freizeitanlagen, innovative Nutzungs- und Mobilitätskonzepte sowie neue Verknüpfungen zum Nachbarstadtteil Veddel entstehen. Nun würden eine detaillierte Funktions- und Bebauungsplanung erstellt, die Grundstücke vergeben und die architektonische Planung der einzelnen Gebäude begonnen. Baubeginn könnte 2023 sein.

Grasbrook ist ein wichtiger Baustein bei der Transformation des alten Hafengebietes von Hamburg. (Foto: © HC und GrBr)

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