Kunst und Architektur: Reaktionen auf Trump

John Hill, Juho Nyberg
1. Februar 2017
Das Projekt zur teilweisen Überdeckung des Arkansas Rivers ist vom Tisch (Bild: via Projektwebsite)

Künstler Christo verfolgt sein Projekt «Over The River» nicht weiter – aus Protest gegen den neuen Präsidenten der USA.

Seit 20 Jahren arbeitet Christo an der Verhüllung des Arkansas River. Mit silbernen Stoffen, ähnlich jenen, die den Reichstag in Berlin verhüllten, sollte der gewaltige Fluss auf einer Länge von rund zehn Kilometern überspannt werden. Zuletzt war im Zusammenhang mit der Installation von einem fünf Jahre dauernden Rechtsstreit zwischen dem Künstler und Umweltschutzverbänden die Rede gewesen.

Nach eigenem Bekunden hat Christo bislang rund 15 Millionen Dollar in die Entwicklung von «Over The River» gesteckt. Das Gebiet wäre vom Staat für die Dauer der Installation gemietet worden. «Ich kann kein Projekt machen, das diesem Vermieter zugute kommt», sagte Christo gegenüber der New York Times. Auch er hatte lange Zeit geglaubt, Trump würde nicht zum 45. Präsidenten der USA gewählt werden.

Indessen hat Architects Advocate, eine Plattform, die im September letzten Jahres gegründet worden ist, einen offenen Brief an Präsident Trump veröffentlicht. Es geht darin um Maßnahmen gegen den Klimawandel, an den Trump laut eigenen Aussagen nicht glaubt. Auf Architects Advocate kann man den Brief in voller Länge lesen,  ihn mitunterzeichnen und damit gegen Trumps «Alternative Fakten» ein Zeichen setzen.

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