Ausgezeichnet: Winfried Nerdinger

31. Mai 2017
Winfried Nerdinger (Bild: H-stt via wikimedia)
Der international renommierte Architekturhistoriker Winfried Nerdinger ist kürzlich mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Damit werden Nerdingers Leistungen in der Architekturvermittlung gewürdigt.
Kunstminister Ludwig Spaenle sagte in der Laudatio, dass Nerdinger «mit vielbeachteten Schriften zur Architektur-, Kunst- und Kulturgeschichte großen Einfluss auf das Verständnis von Architektur und deren gesellschaftliche Zusammenhänge» ausübe. Neben seinen Lehrtätigkeiten – Professor für Architekturgeschichte an der TU München, Gastprofessor in Harvard und Helsinki und Dozent in Montreal – hat sich Winfried Nerdinger mit zahlreichen Publikationen zu Architektur im Allgemeinen und Nationalsozialistischer Architektur im Speziellen einen Namen gemacht. Seit Oktober 2012 ist Nerdinger Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums München. Als «echte Pionierleistungen» bezeichnete Ludwig Spaenle die Ausstellungen «Bauen im Nationalsozialismus. Bayern 1933 – 1945» und «Ort und Erinnerung. Nationalsozialismus in München». Große Verdienste um das Allgemeinwohl habe sich Nerdinger zudem als außerordentliches Mitglied im Bund Deutscher Architekten, als Direktor der Abteilung Bildende Kunst der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und als Vorsitzender der «Alvar Aalto Gesellschaft e. V.» erworben.

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