Nein zu Guggenheim Helsinki

Juho Nyberg, Katinka Corts
7. 十二月 2016
Der Beitrag von Moreau Kusunoki Architectes für das Guggenheim-Museum in Helsinki (Bild: Guggenheim Helsinki)

Nach einer fünfstündigen Sitzung hat sich Helsinkis Stadtrat vergangene Woche gegen das Guggenheim Museum entschieden. Damit endet eine mittlerweile über fünf Jahre dauernde Projektvorgeschichte. Definitiv oder nur vorerst?

Im Juni 2012 starb das Projekt zum ersten Mal, um dann in angepasster Version Ende 2013 wieder aufs Tapet gebracht zu werden. Im Juni 2014 lud die Guggenheim Foundation schließlich zum internationale Architekturwettbewerb für das zu planende Museum in Finnlands Hauptstadt. Seit Juni 2015 war klar, dass Moreau Kusonoki Architectes aus Paris ihren Entwurf Art in the City realisieren sollten.

Doch auch mit dieser Entscheidung kehrte keine Ruhe in das seit Jahren immer wieder überarbeitete Vorhaben. Neben der städtebaulichen Kontroverse wegen des prominenten Standorts direkt am Südhafen Helsinkis war immer auch die Finanzierung des Projekts – und damit die Beteiligung der öffentlichen Hand – zentraler Streitpunkt. Je nach Standpunkt waren die zu erwartenden Besucherzahlen mal zu hoch, mal zu tief angesetzt. Bau- und Personalkosten wurden des öfteren den Erwartungen angepasst – alles ohne nachhaltigen Erfolg. Erleichterung sollten private Spenden bringen, insgesamt 50 Millionen Euro. 

Trotz aller Bemühungen der Fürsprecher scheint das Projekt nun endgültig vom Tisch zu sein: Mit 53 zu 32 Stimmen entschied sich das Stadtparlament vergangenen Donnerstag gegen eine finanzielle Beteiligung am Projekt. Aber ist dies nun das wirkliche Ende des Projekts, oder wird es die Guggenheim Foundation nochmals mit einer neu ausgearbeiteten Version versuchen? Bis es soweit ist, bleibt das Areal am Hafen eine hochwertige Brache – als Parkplatz im Stadtzentrum mit der schönsten Aussicht.

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