Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer

Poing
Foto © Florian Holzherr
Foto © Michael Heinrich
Foto © Michael Heinrich
Foto © Michael Heinrich
Foto © Florian Holzherr
Lichtplaner
LUNALICHT
Standort
Poing
Jahr
2018
Bauherrschaft
Erzbischöfliches Ordinariat München
Architektur
Meck Architekten

Sehr selten nur gibt es für Architekten heute noch die Möglichkeit den Neubau einer Kirche zu planen.

In der Gemeinde Poing jedoch, im schnell wachsenden Außenbezirk von München, wurde eine Kirche als stadträumliche und spirituelle Mitte benötigt.

Mit dem Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer gelingt dem kürzlich überraschend verstorbenen Andreas Meck mit seinem Team ein Kirchenbau mit wegweisender architektonischer Symbolik und suggestiver Kraft.

Auf einer als freier Platz gestalteten Bodenplatte aus Nagelfluh erhebt sich auf einem Sockelgeschoss aus gleichem Material, ein in geometrischen Großformen gefaltetes Dach. Die skulpturale Wirkung wird verstärkt durch die Dachhaut aus weißen dreidimensional gestalteten Keramikfliesen, die die Strenge der Formen auflöst und das Gebäude mit dem Himmel verbindet.

Die Logik und die Eigenständigkeit des Baukörpers erschließen sich im Innenraum.
Die Decke, konstruktiv ein Raumkreuz, bildet vier Bereiche aus, von denen sich drei als tiefe Trichterformen in verschiedene Richtungen nach außen hin öffnen. Durch Membrane gefiltert wird das Tageslicht in den Öffnungen zu Lichtflächen „materialisiert“. Sie werden zu einem entscheidenden Teil der architektonischen Komposition.

Die besondere Bedeutung für den sakralen Raum ist spürbar und offensichtlich. Gelenkt durch die überdimensionalen Trichter fließt das diffuse Licht aus verschiedenen Richtungen ins Innere und schafft unterschiedlich belichtete Bereiche für das liturgischen Geschehen.

In den Abendstunden wird Kunstlicht auf den gleichen Wegen in den Raum geleitet: hinter den Tageslichtöffnungen sind Linearstrahler so angebracht, dass die Membrane gleichmäßig hinterleuchtet werden.

Das vierte Segment der Decke, oberhalb der Empore, ist nicht als Trichter, sondern als schräge Fläche ausgebildet. Hier sorgt ein Lichtprofil entlang der Boden-Wand-Kante für gleichmäßige Aufhellung der Decke und für die Beleuchtung der Empore.
Alle Technik ist den Blicken entzogen. Wirksam bleiben nur Licht und Raum.

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