Carlswerk

Köln
Foto © Eibe Sönnecken
 
 
 
 
Foto © Eibe Sönnecken
 
 
Architekten
Just/Burgeff Architekten
Adresse
Köln
Jahr
2014

Das Carlswerk, ein 130 Jahre altes Industrieareal einer ehemaligen Drahtfabrik, wird sukzessive in einen Gewerbecampus umgewidmet. Just/Burgeff Architekten haben am Masterplan für eine Neuorientierung des gesamten Geländes mitgewirkt und mehrere Bestandsbauten umgestaltet. Unter anderem konnte die dreischiffige Halle des Drahtlagers zu Bürolofts umfunktioniert werden. In die äußeren Hallenschiffe wurde eine zweite Geschossebene eingezogen, die mit einer Gebäudetiefe von ca. 14,60 m eine gute Flächenaufteilung mit einer Mittel- oder Kernzone zuließen. In die Mittelzone der Seitenflügel wurden Sanitär- und Versorgungskerne eingestellt und so platziert, dass die Fläche flexibel in verschieden große Einheiten aufgeteilt werden konnte. Die historischen Außenfassaden mit ihren zwei übereinanderliegenden Fensterreihen sorgen für eine gute Belichtung und natürliche Belüftung. Eine neue Fassade im Pfosten-Riegel-System schließt die Seitenschiffe thermisch und akustisch zum neuen Innenhof hin ab, der aus dem mittleren Schiff entstand. Die in den Hof eingestellte Skulptur mit Stegen und Treppen ermöglicht die Erschließung der einzelnen Einheiten bei kleinflächiger Aufteilung und die Verknüpfung der Seitenflügel bei Aufteilung in große Einheiten. Die Raumskulptur aus Sichtbeton beherbergt gemeinsam nutzbare Besprechungsräume, große Freitreppen laden zu informellen Treffen ein. Die Wand zur anschließenden Halle kann für Projektionen, Firmenpräsentationen oder Public Viewing genutzt werden. Im Süden wurde das Drahtlager zur besseren Belichtung des Südflügels weitestgehend von seinen nachträglichen Annex-Bauten befreit wie auch der angrenzende Bereich der Transformatorenhalle im Süden entfernt. Die Dachkonstruktion mit ihren signifikanten, filigranen Fachwerkträgern blieb bestehen, sie unterstreicht den industriellen Charme. In Teilbereichen wurde das Dachtragwerk gläsern überdeckt, um den Stegen und Eingangsbereichen im Innenhof Schutz vor Regen zu bieten.