Foto © Lothar Sprenger
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Zeichnung © HerbstKunkler Architekten

Bibliothek der Hochschule für Technik und Wirtschaft

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Adresse
Andreas-Schubert-Straße 8, 01069 Dresden
Jahr
2007
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.
Stockwerke
1–5 Stockwerke
Bauherrschaft
Freistaat Sachsen - SIB Dresden II
Auszeichnungen
Architekturpreis des BDA Sachsen 2007 | Auswahl für da! Architektur in und aus Berlin 2007
Wettbewerb
2002, 1. Preis
Planungs- und bauzeit
2002 - 2007
Bauvolumen
3.900 m² BGF
Leistung
Lph 2-8 HOAI
Team
A. Berresheim, A. Folgmann, R. Herbst, G. Karschner, A. Kunkler, S. Saure

Durch die neue Bibliothek sollte die "geistige Mitte der HTW" mit baulichen Mitteln zum integrativen Bestandteil des Hochschulstandortes ausformuliert werden. Diesem Ansatz folgend setzt der Neubau indirekter Beziehung zu den bestehenden Gebäuden die raumbildende Orthogonalität auf dem Hochschulareal fort.
Die Fassaden folgen der Typologie des Bücherregals und der darin enthaltenen Bücher. Entsprechend ergibt sich eine Fassadengestaltung, inder die stehenden Öffnungen zu einem disziplinierten Spiel variiert werden. Tiefe Fensteröffnungen mit innenbündigen Eichenholzfenstern erzeugen eine umlaufend stark profilierte Außenfassade mit großformatigen, grünbräunlichen Betonelementen. Die Oberflächen der Betonelemente wurden von Hand gesandstrahlt und hydrophobiert. Die Atriumfassaden erhielten, im Kontrast zur profilierten Außenfassade, außenbündige Fenster in einer hell gestrichenen, flächigen Putzfassade.

Alle Materialien wurden im Ausbau möglichst authentisch verwendet. Im Erdgeschoss wurde ein anthrazitfarbener Asphaltbelag und für alle Einrichtungsgegenstände eine rote Oberflächenbeschichtung gewählt. Dagegen ist in den Buch- und Lesebereiche ein roter, textiler Oberbelag zum Einsatz gekommen. Die Einrichtungsgegenstände erhielten hier eine eichenholzfurnierte Oberfläche.

Das Klimakonzept nutzt physikalische Prozesse zur Regulierung des Wärmehaushaltes. Die Kaminwirkung des zentralen Atriums und die Grundrisse mit geringer Tiefe in dem kompakten Baukörper unterstützen die natürliche Querlüftung auf allen Geschossen. Tief liegende Fenster - zum Teil mit transluzenten Naturstein-Glas-Verbundelementen - schützen vor Sonnenlicht und Wärmeeinstrahlung. Motorisch gesteuerte Lamellen als oberer Abschluß des Atriums folgen dem Verlauf der Sonne. Eine zentral gesteuerte Fensterlüftung zur Kühlung des gesamten Baukörpers im Sommer ersetzt die Klimaanlage. Innenliegende Wände, Decken und Fußböden sind ungedämmt hergestellt worden und somit in der Lage, Temperaturen schnell und über lange Zeiträume zu speichern. Im unmittelbaren Zusammenwirken mit allen anderen Elementen des Klimakonzeptes wurde in den Geschossdecken ein System der Betonkernaktivierung integriert. Auf diese Weise wird ein konstantes Temperaturverhalten, Nachhaltigkeit und Energieffizienz erreicht.

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