COMP+ acoustic von Lindner

Unsichtbare Löcher

 Thomas Geuder
17. Dezember 2018
Großzügige Räumlichkeiten, hohe Brandschutzauflagen und gehobene, optische Ansprüche – das will Lindner mit Comp+ acoustic vereinen. (Bild: Lindner Group)
Entscheidend für den Raumcharakter ist die Gestaltung der Decke, aus optischen, meist auch aus akustischen Gründen. Die Lindner Group hat nun ihre Produktfamilie Comp+ weiterentwickelt und mit einer sehr feinen Lochung versehen.
Produkt: COMP+ acoustic | Hersteller: Lindner Group (Arnstorf, DE)
Akustikdecken, die mit ihren zahllosen Löchern hie und da für optische Irritation sorgen, sind bekanntlich nicht unbedingt des Architekten Liebling. Dabei ist der Gedanke, die für die Atmosphäre in einem Raum ziemlich wichtige Akustik an der Decke zu regeln, durchaus sinnvoll. Schließlich wird die Decke nicht direkt genutzt, sondern dient vor allem verschiedenen Gerätschaften wie der Beleuchtung oder der Be- und Entlüftung. Wer dennoch neben der akustischen Eigenschaften auch Wert auf die Gestaltung legt, wird sich für mit Produkten wie der Aluminiumleichtbauplatte Comp+ acoustic interessieren, die von Lindner jetzt merklich weiterentwickelt wurde. Ihr Aufbau als Sandwich ist geblieben, jedoch wurde die Perforation verfeinert: Im Vergleich zur Vorgängerplatte ist der Lochdurchmesser um fast die Hälfte geschrumpft und beträgt jetzt nur noch 0,4 mm, bei einem Lochflächenanteil von 3 %. Der Schallabsorptionsgrad αw beträgt 0,85. Geprüft nach ISO 11654 bedeutet dies eine Einstufung in die Schallabsorberklasse B, wodurch vor allem die Sprachverständlichkeit in Räumen wie etwa Büros erheblich verbessert werden kann. Das Flächengewicht beträgt dabei nur 5,5 kg/m², die Befestigungspunkte können sogar frei gewählt werden, was eine systemunabhängige Montage erlaubt und gleichzeitig den Planungsaufwand verringert. Die Platte erreicht die Baustoffklasse A2-s1, d0 nach DIN EN 13501 und ist demnach als „nicht brennbar“ einzustufen. Comp+ acoustic wird auf der Messe BAU im kommenden Januar zu sehen sein, wo Lindner diesmal unter dem Motto „Räume weiter denken“ auftreten wird.
Der Lochdurchmesser ist im Vergleich zur Vorgängerplatte um fast die Hälfte geschrumpft und beträgt nur noch 0,4 mm bei einem Lochflächenanteil von nur 3 %. (Bild: www.Lindner-Group.com)

Verwandte Artikel

Vorgestelltes Projekt

RIPOLLTIZON

19 SOCIAL DWELLINGS IN SA POBLA

Andere Artikel in dieser Kategorie

Wickelwunder
vor 3 Wochen
Unsichtbare Löcher
vor einem Monat
Das Flüstern der Schafe
vor einem Monat
Alternative Backstein
vor einem Monat
Entschleunigt
vor 2 Monaten