Kontemplative Akustiklösung

Martina Metzner
27. Oktober 2021
„Mute Fraction“ vom Möbelhersteller De Vorm (Rendering: De Vorm)

Der Möbelhersteller De Vorm wendet für seine neue Akustik-Linie „Mute Fraction“ die Theorie der plastischen Zahl des Benediktinermönchs Dom Hans Van der Laan an. 

Schon lange bevor es üblich wurde, aus alten PET-Flaschen recycletes Polyester zu gewinnen, hat dies das niederländische Möbelunternehmen De Vorm bereits getan. Mit seinem PET-Form-Filz hat De Vorm seit 2005 eine große Kollektion an Möbeln für den Objektbereich im Programm. Nun gesellt sich ein Panel in der Akustik-Kollektion „Mute“ hinzu, das durch religiöse Kontemplation entstanden ist. „Mute Fraction“ bezieht sich in seiner Geometrie auf Arbeiten des Benediktinermönchs Dom Hans Van der Laan, der ursprünglich Architektur studierte. 

Ein Modul ist 79 cm breit, 239 cm hoch und 4,3 cm dick. (Rendering: De Vorm)

Dom Hans Van der Laan (1904–1991) entwickelte Mitte des letzten Jahrhunderts eine Theorie über Raum, Form und Größe, die er die „plastische Zahl“ nannte. Demnach müssen Teile in einem bestimmten Verhältnis stehen, etwa 3:4, damit das menschliche Auge sie als harmonisch wahrnimmt und wir uns in einem Raum wohlfühlen. Sie kann völlig unabhängig von der Größe der Maße an sich angewendet werden, er geht dabei von der menschlichen Wahrnehmung und dem Unterscheidungsvermögen aus. Die plastische Zahl ist die dreidimensionale Ausarbeitung des Goldenen Schnitts, worauf das charakteristische Muster von Mute Fraction basiert.
Die Akustikplatte besteht aus fünf ungleichen Segmenten, diese wiederum ausgeprägt durch fünf Rippen. Mute Fraction gibt es in 11 Farben. Ein Modul ist 79 cm breit, 239 cm hoch und 4,3 cm dick – und wiederverwertbar. Aufgrund der Segmente kann die Platte an jede Oberfläche angepasst und alle Teile können nahtlos miteinander verbunden werden.

Andere Artikel in dieser Kategorie