Im Verbund

Martina Metzner
27. November 2019
Studio Niruk bietet einen Tisch, Beistelltisch und Hocker mit Corcrete an. (Foto: Design Studio Niruk)

Die Materialexperten von Studio Niruk haben Kork und Beton zu einem Komposit verbunden.

Der Name verrät die Materialzusammensetzung: Für „Corcrete“ gehen „Cork“ und „Concrete“, also Kork und Beton, eine Verbindung ein. Das Projekt begann, als die Kölner Material-Designer Nina Ruthe und David Antonin von Studio Niruk mit recyceltem Kork und Beton experimentierten. Heraus kam „Corcrete“, das 2016 mit dem „Green Product Award“ sowie dem „Interieur Award“ ausgezeichnet wurde. Wenn man das Material schleift, treten die Korkeinträge leicht erhaben heraus und wenn man über sie mit der Hand streicht, fühlen sie sich weich und warm im Gegensatz zum umliegenden Beton an. Je nach Oberflächenbehandlung ändert sich das Erscheinungsbild der „Terrazzo-Optik“. Der Korkbeton eignet sich für Tische und Bänke, aber auch für den Innenausbau als Wandverkleidung.

Die Oberfläche kann geschliffen, poliert und sandgestrahlt werden. (Foto:  Design Studio Niruk)

Funktional unterstützt der Kork durch seine natürlichen Materialeigenschaften die Geräuschabsorption und macht das Verbundmaterial leichter. „Corcrete“ gibt es in den Ausführungen weiß, grau und schwarz, feingeschliffen oder poliert. Als Bewehrung werden zusätzlich Bambusfasern in das Material hineingegeben. „Corcrete“ gibt es in Form von Platten (Stärke 20 mm, Abmessungen variabel) oder bereits fertig als Möbel – als Hocker, Bank, Couchtisch oder Sideboard.

Terrazzo-Optik aus Kork und Beton: „Corcrete“ von Studio Niruk. (Foto: Design Studio Niruk)

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