Hauptbahnhof der Landeshauptstadt, Kiel

Kiel
Foto © Markus Dorfmüller, Hamburg
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Architekten
rimpf Architektur
Adresse
Sophienblatt 25-27, 24114, Kiel
Jahr
2003
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.
Stockwerke
1–5 Stockwerke

Strategisch günstige Lage im Kieler Stadtgebiet

Der Kieler Hauptbahnhof ist nach Lübeck der zweitgrößte Bahnhof in Schleswig-Holstein. Der sechsgleisige Kopfbahnhof wird täglich von ca. 25.000 Reisenden und Besuchern genutzt, die sich auf mehr als 240 Reisezüge verteilen.

Der Bahnhof ist Ausgangs- und Endpunkt vieler regionaler Strecken wie zum Beispiel nach Hamburg und Flensburg, stellt mit Direktverbindungen nach Zürich und Berlin aber auch einen bedeutenden Startpunkt im Fernverkehr dar. Strategisch gut gelegen an der Kieler Förde bietet er kurze Wege und liegt nur wenige hundert Meter von den Anlegern der Fähr- und Kreuzfahrtschiffe entfernt.

Nach einer Reihe ausschließlich funktional orientierter und teils notdürftiger Umbauten in den vorherigen Jahrzehnten entsprach insbesondere die innere Gestaltung nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit. Umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen des gesamten Gebäudes, aber auch der technischen Anlagen waren notwendig geworden.

Umbau und Modernisierung nach historischem Vorbild

Der 1899 fertiggestellte Bahnhof wurde im Zweiten Weltkrieg bei schweren Bombenangriffen schwer beschädigt und ab 1950 in vereinfachter Form wiederaufgebaut. Die architektonische Qualität des historischen Bahnhofs blieb hierbei jedoch auf der Strecke, was sich durch grobe Eingriffe in den Bestand in der Folge noch verstärkte.

Im Zuge des Umbaus wurde eine Annäherung an den historischen Gebäudeplan mit modernen Mitteln geschaffen. Durch Entfernen der Zwischendecke erlangte die Bahnhofshalle, welche durch das repräsentative rote Sichtmauerwerk mit Elementen des Jugendstils geprägt ist, wieder Ihr ursprüngliches Volumen. So konnte die traditionelle Gestaltung des Hauptbahnhofes mit seiner zurückhaltenden und gleichzeitig erhabenen Pracht wiederbelebt werden.

Attraktivitätssteigerung des städtebaulichen Zentrums

In enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz wurden Fehlplanungen entfernt und der Bahnhof wieder aus seinem Dornröschenschlaf erweckt, wobei weniger eine historisierende Anbiederung, als eine moderne Interpretation im Vordergrund stand. Ein Beispiel hierfür ist die Verlängerung der dreischiffigen Bahnsteighalle, die aufgrund von erweiterten Bahnsteigen notwendig geworden war. Die elegante Stahlkonstruktion schließt nahtlos an das Bestandsgebäude an und präsentiert sich in einem 120m langen und 55m breiten gelungenen architektonischen Zusammenspiel.

Das nach dem Krieg vermauerte Kaiserportal wurde wieder geöffnet, wodurch eine fußläufige Verbindung zwischen der wasserseitigen Hörnbrücke und dem Sophienhof entstand. Das Bahnhofsgebäude mit seinem unverwechselbaren Äußeren liegt in der Mitte dieser Wegebeziehung und verfügt nun über attraktive und moderne Verkaufsflächen. Täglich verkehren mehr als 100.000 Menschen im direkten Nahbereich, der sowohl die Busanlagen für den öffentlichen Nahverkehr, als auch den Fernverkehrs-ZOB beinhaltet.

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