Das Wissen der Stadt

Ausstellung zur Halbzeit der IBA Heidelberg noch bis zum 8. Juli zu sehen

Die IBA Heidelberg geht mit ihrem Motto »Wissen | schafft | Stadt« der Frage nach, wie sich die europäische Stadt verändern muss, um fit für die Wissensgesellschaft zu sein. Die Hälfte der Ausstellungszeit zur Zwischenpräsentation der IBA ist nun vergangen: Mit über 3500 Besuchern sowie mehr als 50 Veranstaltungen und Führungen übertrifft der Verlauf der Zwischenpräsentation die Erwartungen.

Die Ausstellung blickt auf die Entwicklung der Projekte, Kandidaten und Prozesse seit 2012 zurück – und fasst zugleich Perspektiven bis zum IBA-Schluss 2022 ins Auge. Sie findet an einem geschichtsträchtigen Ort statt: die sogenannte Kommandantur. Für die US-Armee war das »Keyes-Building« das europäische Hauptquartier, nun wird es zum »Mark Twain Center für transatlantische Beziehungen Heidelberg« umgebaut. Hier ist die IBA für insgesamt zehn Wochen noch bis zum 8. Juli 2018 Zwischennutzer.

17 Projekte und Kandidaten unterschiedlicher Skalierungen sind Kern der Ausstellung und lassen sich mit einer radikalen Offenheit in die Karten schauen. Projektregale, bestückt mit Archivmaterialien der IBA, zeigen die Genese und den Fortschritt ihrer Prozesse: Modelle, Dokumentationen von Planungswettbewerben und Illustrationen vermitteln, was geleistet wurde und 2022 in der gebauten Realität erwartet werden darf. Neben den in der Umsetzung befindlichen Projekten präsentiert die IBA auch Architekturmodelle und Entwürfe nicht realisierter Ideen, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschulen entstanden sind – und macht so klar, dass zu jedem Experiment auch Scheitern gehören kann.

Gerahmt werden die Projekte mit Informationen zu Heidelbergs Charakterisierung als Wissensstadt und »Knowledge Pearl«. Unter dem Stichwort der »Wahlverwandtschaften« wird Heidelberg mit anderen europäischen Städten verglichen, in denen international renommierte Universitäten dominieren – wie Cambridge, Leuven und Lund, aber auch mit Stanford/Palo Alto in den USA.

Die Grundkonzeption der Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit Angelika Fitz, Leiterin des Architekturzentrums Wien und IBA-Kuratoriumsmitglied, entstanden. Das Berliner Büro Stiftung Freizeit zeichnet sich für die Ausstellungsgestaltung verantwortlich: Diese erzeugt in dem ehemals militärisch genutzten Gebäude einen bewusst farbenfrohen Kontrast und fordert zum spielerischen Erkunden oder zum Eintauchen in ausgewählte Inhalte auf.


Die Ausstellung findet in der sogenannten Kommandantur statt © IBA Heidelberg | Thilo Ross

When
27 April to 8 July 2018
Where
Mark Twain Center
Römerstraße 166
69126 Heidelberg
Organizer
IBA Heidelberg
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