Hauptbahnhof Wien

Wien, Austria
Foto © Unger Steel Renee-del-Missier
Foto © ÖBB Roman Bönsch
ÖBB Roman Bönsch
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Foto © ÖBB Roman Bönsch
Foto © ÖBB Roman Bönsch
Architetti
Albert Wimmer ZT GmbH
Sede
Wien, Austria
Anno
2015
Cliente
ÖBB Infrastruktur AG, ÖBB Immobilien GmbH

NEUES LANDMARK FÜR WIEN
Der Hauptbahnhof Wien ist Österreichs wichtigste Verkehrsstation und vernetzt Züge aus allen Richtungen miteinander; drei Linien des Transeuropäischen Netzes (TEN) kreuzen sich hier. Hinzu kommt, dass dieses Areal um den Hauptbahnhof sich an der Schnittstelle mehrerer Bezirke und am Schloss Belvedere befindet und daher für die Ges­amtentwicklung der Stadt ein besonderes Ereignis darstellt. Diese besondere Lage macht den Hauptbahnhof Wien zur „Visitenkarte“ für die Stadt Wien, aber auch zum Impulsbringer für die angrenzenden Gebiete. Nach der Auflassung der alten Kopfbahnhöfe der ehemaligen Ost- bzw. Südbahn, entstand ein zeitgemäßer Durchgangsbahnhof, der die Stellung Wiens als internationale Verkehrsdrehscheibe festigt.

Das markante Dach der neuen Verkehrsstation repräsentiert mit ihrer harmonischen Gestalt, ihrem Rhythmus und Schweben die Welt- und Musikstadt Wien. Das Dach ist in fünf lange und jeweils bis zu fünf Mal geknickte Parallelbahnen aufgeteilt. Sie liegen auf schrägen, in 40 m-Abstand positionierten Doppelstützen-Stahlböcken. Die Länge eines Rautentisches beträgt 80m. Dort, wo eine Dachbahn nach oben geknickt ist, wurde die benachbarte nach unten gefaltet. Durch diese Versetzung entstehen rautenähnliche, verglaste Öffnungen zwischen „Wellenbergen“ (Firsten) und „Tälern“ (Traufen). In mehrfacher Hinsicht wird so das Rautenmotiv horizontal und vertikal variiert, was einen dynamischen Eindruck erzeugt. Durch den Einsatz von Glaselementen wird es möglich, Tageslicht bis hinunter in die Tiefgaragenebene zu leiten. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Gestaltung der Vorplätze gelegt, um Orientierung und Übersichtlichkeit zu schaffen. Ge­meinsam mit den insgesamt fünf neuen Unter- und zwei Überführungen (Arsenalsteg und Südbahnhofbrücke) sorgen die Vorplätze für eine dynamische Durchwegung des Areals.

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