Medienhaus & Rechenzentrum der Bauhaus-Universität Weimar

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Endereço
Steubenstraße 6a, 99423 Weimar
Ano
2002
Custo
Undisclosed
Pisos
Undisclosed

Ein Gebäude der ehemaligen Stadtbrauerei Weimar im Zentrum von Weimar wurde zum Rechenzentrum der Universität und Sitz der Fakultät Medien umgebaut.


Der Bestand steht unter Denkmalschutz und tritt als viergeschossiges Gebäude in Klinkermauerwerk stark in Erscheinung, an der Brauhausgasse aufwendig verziert, auf der Innenhof-seite des Brauhausareals einfach und funktional. Die Hoffassade erhielt eine neue, eine zweite Haut. Vor die bestehenden Ziegelfassade, die in ihrer über jahrzehnte gewachsenen Patina erhalten werden sollte, wurde eine Glasfassade gestellt. Die alte Ziegelfassade der Hofseite wurde nur grob von Baustoffresten gereinigt, alte Einbauteile für Maschinen, Flaschenzüge wurden belassen. Somit bleibt die ehemalige Nutzung des Gebäudes ablesbar, erlebbar.
Der Zwischenraum zwischen alter Ziegelfassade und neuer Glasfassade nimmt die neue Haupterschließung des Gebäudes auf, Haupttreppenhaus, Fluchttreppenhaus und Aufzug sind vorgestellt. Medienhaus wurde
Innenräumlich bleiben die bestehen-den Tragstrukturen erlebbar und der Umbauaufwand wird verringert, die Geschichte des Hauses wird respektiert und bleibt sichtbar, in Struktur und in Details.

Durch die ergänzte außenliegende Erschließung konnte das Innenleben des Hauses mit Gußstützen und Kapitellen, Kappendecken und die Hänge-Sprengwerk-Konstruktion des Daches erhalten werden. Der vorgeschaltete gläserne Klimapuffer mit seiner Filigranität und Transparenz hat auf die Gebäude-Energiebilanz positiven Einfluß, da geringere Wärmeverluste im Frühjahr, Herbst und Winter Einsparungen in den Nutzungskosten zu Folge haben.
Die Glashaut bestehend aus fest-verglasten Bereichen und Glaslamellen zur Be- und Entlüftung und ist an einer „aufgelösten“ Stahlkonstruktion befestigt. Wärmeschutzglas verhindert eine übermäßige Erhitzung der Luft im Zwischenbereich. Bauphysikalisch wirkt die Fassade als Aufwindfassade, die ausschließlich über die Abwärme des Serversaales beheizt wird.

Bauherr
Freistaat Thüringen

Architekt
Pohl Architekten

Planung und Bauzeit
1999-2002

BGF
3.050 m2

Fotografie
Michael Miltzow

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