Akademie BG-RCI

Maikammer
Photo © swen carlin
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Architecten
baurmann.dürr Architekten
Locatie
Ober Mühle 1, 67487 Maikammer
Jaar
2017
Klant
Berufsgenossenschaft RCI Heidelberg
Team
J. Hakenjos, A. Chang, M. Dürr

Das Haus Maikammer, ein Schulungszentrum der Berufsgenossenschaft Rohstoffe Chemie und Industrie, musste erweitert werden. Das Haus liegt in der sanft hügeligen Landschaft der Vorderpfalz in Mitten von Weinreben mit Blick auf den malerischen Haardtrand. So werden die Ausläufer des Pfälzer Waldes genannt. Das bestehende Ensemble aus Unterrichtsräumen, Hotel und Gastronomie ist in sich geschlossen und nicht auf Erweiterung angelegt. Die einzig mögliche Stelle einer für die innere Organisation sinnvollen Erweiterung ist durch einen steilen Hang geprägt. Die Lösung musste sein, das Gebäude in den Hang zu bauen, was wiederum den Vorteil hat, dass die Erweiterung im Gelände verschwindet und nicht in Konkurrenz zum Bestand tritt. Aber wie belichtet man ein Gebäude, das im Hang steckt? Es muss sich den Raum für die Belichtung selbst schaffen durch das Einschneiden von Lichthöfen in den Hang, über die die Seminarräume und Büros belichtet werden können. Die Erweiterung tritt so nicht als Gebäude in Erscheinung, sondern als Landschaftsbauwerk, das mit dem Bestand nicht konkurriert, sondern in dieser Ortsrandlage kaum wahrnehmbar ist. Es passt sich in die sanfte Hügellandschaft der Vorderpfalz ein und wird durch das begrünte Flachdach gleichsam Teil davon. Die Wahl von Beton als Material für die Außenhülle ist eine logische Konsequenz aus dem Ansatz, das Gebäude als Landschaftsbauwerk zu entwerfen, das sich in den Hang gräbt. Aus konstruktiver und abdichtungstechnischer Sicht ist Beton das sinnvollste und wirtschaftlichste Material. Der Anschluss an den Bestand erfolgt barrierefrei über einen verglasten Übergang, der wie Fuge zwischen Bestand und Erweiterung wirkt. Man verlässt den Bestand und betritt den neuen Teil also nicht unbemerkt. Der Neubau wird durch die Orientierung der Seminar- und Büroräume zu den beiden Höfen, die jeweils in entgegengesetzte Himmelsrichtungen ausgerichtet sind, ganz automatisch in zwei funktionale Zonen gegliedert: in den Seminarbereich und in den Bürobereich. Die Höfe dienen neben der Belichtung gerade bei den beiden Seminarräumen als Erweiterung nach außen im Sinne einer Freiklasse. Dabei wird der Blick auf die Landschaft durch den oberen Balken gerahmt wie bei einem Gemälde.

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