Aber bitte mit Plissee

Martina Metzner
21. augustus 2019
Für die Harmonikatüren können unterschiedliche Textilien sowie Griffe gewählt werden. (Foto: Valentina Sommariva)

Die italienische Marke Dooor erweckt ein fast vergessenes Einbauelement wieder zu neuem Leben: Harmonikatüren aus Textil.

Ihr Debüt feierte die junge italienische Marke Dooor zur vergangenen Milan Design Week im Palazzo Litta und greift dabei Altbewährtes auf: Harmonikatüren aus Textil. Dabei sind diese so gestaltet, dass sie sich mühelos in zeitgenössische Designs einfügen und durch ihre Funktion flexible Grundrisse mit einem akustischen Zusatznutzen verbinden. Durch den Einsatz von hochwertigen Stoffen (etwa von Kvadrat), unterschiedlichen Schließmöglichkeiten sowie diverser Größen sind individuelle Konfigurationen möglich. 

Türenlösung in einem Privathaus in Mailand (Foto: Valentina Sommariva)

Dabei kann die Öffnung unterschiedlich erfolgen: seitlich, zu beiden Seiten hin, zentral bis hin zu mehrfach. Die textilen Falttüren von Dooor werden in Aluminiumprofilen geführt und aufgenommen, die es in der Standard- (29 x 29 mm) sowie einer höhenverstellbaren Ausführung (33 x 46/57/62/70 mm) gibt. Für einen möglichst minimalistischen Ausdruck können die Aluminiumschienen (gebürstet, semiglänzend-weiß oder matt-schwarz) auch in die Wand eingebaut werden. Neben linearen Varianten ist es auch möglich, die Türen bis zu einem Radius von 600 Millimetern zu biegen. Geschlossen wird die Tür mit einem Magneten, der sich im seitlichen Profil beziehungsweise der Wand befindet. Vier Griffvarianten stehen zur Auswahl.

„Walk out the door“-Installation im Palazzo Litta von Dooor (Foto: Valentina Sommariva)

25 Standardbreiten zwischen 680 bis 4885 Millimetern können gewählt werden, die maximale Höhe der Falttüren beträgt 6000 Millimeter. Dooor gibt an, dass man einen Platz von 220 Millimeter für die Führung der Falttür benötigt. Die Bezüge sind frei wählbar – und das auch pro Seite unterschiedlich.

Hinter Dooor steht Francesco Mascarucci, der das Unternehmen 1962 gegründete Unternehmen Fanoflex seines Großvaters damit in die Zukunft führt. Für die Art Direction hat sich Mascarucci Calvi Brambilla anvertraut – ein auf Design fokussiertes und in Mailand ansässiges Studio, das für seine Arbeiten für Designbrands wie Barrovier & Toso, Flos oder Louis Poulsen bekannt ist.

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