Heizen mit Lehmmodulen

Martina Metzner
22. 4月 2020
Die Lehmmodule für das elektrische System haben bei gleicher Größe flachere Rillen als das wassergeführte System. (Bild: ArgillaTherm)

Die Klimadecke aus trockengepressten Lehmrillenmodulen von ArgillaTherm sorgt für eine gute Feuchtigkeitsregulierung der Raumluft.

Die Klimadecke kann über ihren besonders hohen Grad an Wärmestrahlung gute Dienste leisten. Sie wärmt gleichmäßig, sodass nicht Luft, sondern nur die Objekte erhitzt werden. ArgillaTherm bietet ein System auf Lehm-Trockenbau-Basis an, das auch vollflächig an die Wand montiert werden kann. Durch die Rillen der Lehmmodule (37 x 37 cm) werden Leitungen geführt. Das wassergeführte System kann im Sommer auch kühlen. Durch die Einbettung der Rohre in die Module reagiert die Heizung vergleichsweise schnell.

Die Heizkabel sind in die Rillen der Lehmmodulbauplatten eingelassen, um die Reaktionsgeschwindigkeit der Heizung zu erhöhen. (Bild: ArgillaTherm)

Die Module sind für Allergiker und Asthmatiker geeignet, weil keine Luftumwälzungen und damit auch keine Staubaufwirbelungen entstehen. Der Lehm filtert die Raumluft und reguliert die Feuchtigkeit. Der Feuchtigkeitsausgleich der Lehmmodule ist so stark, dass beim Einsatz als Kühldecke keine Tauwasserprobleme auftauchen. Es gibt das wassergeführte System „Riviera“, das überwiegend im gewerblichen Bereich wie Büros, Hotels, Kindergärten und Schulen und im Privaten bei Sanierungen verwendet wird. Das Direktheizsystem mit elektrischen Leitungen kann gut im Neubau (hier insbesondere Fertighäuser) eingesetzt werden. Die Platten werden auf OSB-Platten oder Unterschalungen angebracht und mit Lehmputz versiegelt.

Der Systemaufbau ist einfach: Auf die OSB-Platten werden die Module geschraubt, anschließend mit Lehm verputzt und gestrichen. (Bild: ArgillaTherm)

Bestenfalls schließt man das ArgillaTherm-System an eine Photovoltaik-Anlage an, es kann natürlich aber auch an die klassische Heizung gekoppelt werden. Als Binder kommen hochaktive Tonmineralien zum Einsatz, zur Faserverstärkung wird Elefantengras (Miscanthus) eingemischt. Damit konnte auf das sonst übliche Glasfaser-Gittergewebe verzichtet werden. Heiz- und Kühlleistung, Feuchtigkeitsregulierung sowie Akustik- und Brandschutz sind zertifiziert.

Die Lehmmodule können voll- oder nur teilflächig montiert werden. (Bild: ArgillaTherm)

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