Vorschlag für einen „Spreekreuz-Inselpark“

Manuel Pestalozzi
17. gennaio 2022
Die kleinen, schwimmenden Inseln sollen mit Booten vom Goslarer Ufer her erreicht werden können. (Visualisierung: © Lindner Planungsbüro/Philipp Kleihues)

Der kleine Archipel in Berlin-Charlottenburg ist entlang des Rundwegs um die Mierendorffinsel und am gegenüberliegenden Ufer der Spree im Bereich der Dovestraße vorgesehen, nach einer Idee der Architekten Mario Lindner und Philipp Kleihues, die von einem „Spreekreuz Inselpark (SKIP)“ sprechen. „Unser Konzept der schwimmenden Bauminseln komplettiert die aktuellen Planungen perfekt, da es den Rundweg um die Mierendorffinsel ergänzt, die Spree stark verunreinigt ist und Charlottenburg ein neues öffentliches Highlight sehr gut gebrauchen kann“, führen Lindner und Kleihues in einer Pressemitteilung aus.

Die Bäume auf den schwimmenden Inseln bilden eine so genannte Hydroponik-Kultur. Bei dieser Form des Gartenbaus werden Pflanzen ohne Erde unter Verwendung von mineralischen Nährlösungen angebaut. Als dafür geeignete Baumarten sind auf den Inseln Trauerweiden, Pappeln und Eschen vorgesehen. Die Kosten belaufen sich nach Berechnungen von Lindner und Kleihues auf circa 300'000 Euro. Berechnet dabei wurden Ausgaben für 49 Bäume (inklusive Lieferung und Pflanzung in Baumkübeln, Materialkosten für die Inseln (Holzbalken, Latten, Kübel), Ankerbefestigungen, Aufbau, Installation, Logistik (inklusive Bootsverleih) und 45 Ruderboote.

Die Finanzierung des Projekts könnte nach Vorstellung der beiden Architekten beispielsweise mittels der Zuwendung von Amazon im Jahr 2020 in Höhe von 3,75 Millionen Euro an den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf für Natur- und Klimaschutzprojekte erfolgen. „Der ,Spreekreuz Inselpark‘ kann ein erfolgreiches Pilotprojekt für Berlin werden und eine umweltfreundliche Strahlkraft für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf entfalten“, sind Lindner und Kleihues überzeugt.

Mit der angewendeten Hydroponik-Kultur würden die dafür geeigneten Baumarten ihre Wurzeln ins Wasser strecken und nach der Vorstellung der Park-Urheber einen Beitrag zu dessen Reinigung leisten. (Visualisierung: © Lindner Planungsbüro/Philipp Kleihues)

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