Translationszentrum für Regenerative Medizin
Foto © Steffen Junghans
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Dibujo © ksg

Translationszentrum für Regenerative Medizin

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Ubicación
Leipzig
Año
2012

Der unter Denkmalschutz stehende Gebäudekomplex wurde von 1928 bis 2007 als Universitätsfrauenklinik genutzt. Ein Großteil der Räumlichkeiten stand nach Auszug der Frauenklinik leer.

Unter der Leitung von ksg erfolgten in den letzten zwei Jahren umfangreiche Sanierungs-, Um- und Ausbauarbeiten. Die Baumaßnahme umfasste die sechs Geschosse des Altbaus und den zweigeschossigen OP-Trakt.

Die Translation, das unmittelbare Übertragen der Forschungsergebnisse in die medizinische Anwendung, generiert einen komplexen Gebäudetypus. Forschungsbereiche und Labore, Tierzüchtungs- und Experimentalbereiche, Auswerträume und Büros sind so zusammenzuschalten, dass alle hygienischen und labortechnischen Anforderungen erfüllt sind. Im Translationszentrum für Regenerative Medizin wurde diese spezielle Typologie erstmalig in einem denkmalgeschützten Bestandsgebäude realisiert.

Durch die bestehenden geringen Geschosshöhen galt es, ein spezifisches Erschließungssystem zu generieren, um die lufttechnischen Anforderungen der Tierhaltungs- und Laborbereiche (S2) zu erfüllen. Nun gewährleistet die klare vertikale Struktur - Tierhaltung in den unteren Geschossen, darüber Labore und Verwaltung - einen optimalen Ablauf der translationalen Forschung und Anwendung.

Gemeinsam mit den Wissenschaftlern entwickelte ksg ein spezifisches Gebäudeleitsystem. Abstrahierte Körperzellen bilden als grafisches Element die Arbeitsabläufe und Wege im Gebäude ab. Ergänzend erleichtert ein auf verschiedenfarbigen Bodenbeschichtungen beruhendes Farbkonzept die Orientierung in den neuen Räumen. Insgesamt stehen dem Zentrum nun über 4000 qm Nutzfläche zur Verfügung. Darin beinhaltet ist auch eine Kindertagesstätte, dort werden die Kinder der (meist jungen) Wissenschaftler tagsüber betreut.

Nach Abschluss der Baumaßnahme im Juni 2012 schlossen sich drei Monate für Inbetriebnahmen, Einweisungen und Einregulierungen der technischen Anlagen an. Jetzt erfolgt schrittweise der Umzug des Translationszentrums für Regenerative Medizin Leipzig aus den Interimslaboren in das neue Zentrum.

Anliegen der regenerativen Medizin ist die Heilung oder funktionelle Wiederherstellung erkrankter Gewebe und Organe mittels biologischen Ersatzes oder durch die Anregung körpereigener Regenerationsprozesse. Die intensive Erforschung der Selbstheilungskräfte des menschlichen Körpers soll zu neuen Ansätzen in der Therapie von Parkinson, Querschnittlähmung, Krebs oder auch Diabetes beitragen.

Das Translationszentrum ist ein wichtiger Baustein für den Wissenschaftsstandort Leipzig und stärkt die sogenannte „Biocity“ am Deutschen Platz. Auch die enge inhaltliche und räumliche Verzahnung mit dem Universitätsklinikum schafft nachhaltige Voraussetzungen für neue, international beachtete Forschungsergebnisse. Beste Startbedingungen also um sich als eines von vier deutschen Zentren auch in der globalen Forschungslandschaft zu behaupten.

Bauherr: Freistaat Sachsen, Sächsisches Staatsministerium der Finanzen und SIB Niederlassung Leipzig II
BGF: 10.500 m²
Leistungszeit: 2008 - 2012
VOF-Verfahren 2007

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