Wasserwerk in der Brunnenstraße

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Address
Brunnenstraße, Homburg /Saar
Year
2015

Aufgabe – Das Wasserwerk in der Brunnenstraße versorgt die Stadt Homburg mit Wasser. Aufgrund wachsenden Trinkwasser-Bedarfs (Bedarfs von Wasser mit Trinkqualität) wurde eine Erweiterung des Wasserwerks notwendig. Die bestehende Anlage aus den 50ziger Jahren setzt sich aus zwei T-förmig komponierten Baukörpern in Mauerwerkskonstruktion zusammen. Das Ensemble wirkt zurückhaltend, seiner Funktion angemessen. Ähnlich wie bei anderen wassertechnischen Gebäuden verweist eine an Wasserwellen erinnernde Fassadengestaltung auf die Nutzung. Neben der Erweiterung des Wasserwerks sollte das Dazugebaute noch Raum für ein Blockheizkraftwerk und Lagerräume anbieten. Drei verschiedene Nutzungen also mit unterschiedlichen Raumprofilen sollten gestalterisch zusammengefasst werden.

Konzept – Unserer Ansicht nach sollte das Programm die bestehende Anlage als Komposition ergänzen. Ein Riegel quer zur T-förmigen Anlage positioniert, eine H-förmige Anlage bildend, leistet dies. In Kontinuität sollte auch der Ausdruck des Gebäudes stehen. In Mauerwerkskonstruktion gebaut, spricht es eine ähnliche Sprache wie der Bestand. Die verschiedenen Funktionsbereiche sollten über differenzierte Eingangssituationen, materialbezogen hervorgehoben, ablesbar sein. Trapezförmig gekantetes Aluminium-Metall, die technischen Inhalte des Gebäudes assoziierend, findet gemäß den Zugangsanforderungen gestalterisch-funktionale Anwendung. Als Dach bietet es Schutz vor dem Lagerbereich, zur Erzeugung einer Tapetentüre vor dem Tor zum Blockheizkraftwerk eine doppelte psychologische Sicherung der technischen Anlage und als Raumschicht erzeugende Hülle vor dem Haupteingang die nötige visuelle raumhaltige Präsenz.

Farbkonzept – Die in Blautönen beschichteten Mauerwerkswände treten in Überlagerung mit der perforierten Metallfassade eine nicht zu trennende gestalterische Einheit an. Blau wie das den Himmel reflektierende Wasser changiert sie ständig mit wechselndem Lichteinfall. Im Innenraum findet das Thema variiert Wiederholung in dem wandbekleidenden Fliesenspiegel, der die Raumeinheiten durchgehend zusammenfasst.

Bauherr
Stadtwerke Homburg GmbH, Homburg

Architektur
Molter Linnemann Architekten BDA, Kaiserslautern

Technik und TGA
Obermeyer Planen + Beraten GmbH, Kaiserslautern

Konstruktion
Obermeyer Planen + Beraten GmbH, Wiesbaden

Größe
Erdgeschoss: 325 m²
Untergeschoss: 145 m²
Obergeschoss: 138 m²

Fotos
Mark Linnemann

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