An der Wand liegt der Raum gefaltet. Max Frintrop

Eigens für die Ausstellung im Mies van der Rohe Haus hat der Düsseldorfer Maler Max Frintrop (*1982) eine Reihe großformatiger Gemälde geschaffen. Diese werden in der Schau kombiniert mit kleineren vom russischen Konstruktivismus inspirierten Reliefs. Lebendiges wird in Abstraktes geführt und umgekehrt. Weiche Pinselstriche beruhen auf einer geometrisch-abstrakten Sprache. Beim Malen geht Frintrop planvoll und sensibel vor, deutet Räume an, wenn er gedachte Linien, Flächen und Tiefen übereinander lagert. Frintrops malerische Geste, aufgetragen auf am Boden liegende Leinwände, ist ein ständiges Spielen mit Schärfe und Unschärfe, lösen sich in ihr doch scheinbar formale Strukturen plötzlich ins Fluide auf. So entfalten die Gemälde eine erstaunliche Tiefenwirkung, ganz so, als könne man durch die Leinwand wie durch ein Fenster hindurchblicken auf eine zwischen Ordnung und Entfesselung oszillierende Welt. Die Ausstellung ist gleichsam eine Hommage an die Architektur des Gebäudes, dessen fließende und sich nach dem Garten hin öffnende Räume.

 

© Max Frintrop
When
10 April to 25 September 2022
Where
Mies van der Rohe Haus
Oberseestraße 60
Berlin
Organizer
Mies van der Rohe Haus
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