Ausstellung: Johannes Ludwig – 2170 Wohnungen in München

Der Münchner Architekt und Hochschullehrer Johannes Ludwig, 1904 bis 1996, ist vor allem für seine Kirchenbauten, wie beispielsweise die Paul-Gerhardt-Kirche in München-Laim, seine Schulbauten oder die Innenraumgestaltung der Antikensammlung in München bekannt. Er plante und realisierte jedoch auch insgesamt mehr als 2000 Wohnungen in München, darunter die Siedlung Mollau in Sendling, Zeilenbauten und Hochhäuser in der Parkstadt Bogenhausen, Geschosswohnungen in der Maxvorstadt und Unterkünfte in Milbertshofen.

Es entstanden Wohnhäuser in der Reihe, im Block, in stadterweiternden Siedlungen oder als Solitäre, die in der Summe auch heute noch das Bild der Stadt prägen, ohne falsche Ambition und ohne Pfiff, wie es Johannes Ludwig selbst ausdrückte. Auf den ersten Blick eher harmlos und unprätentiös wirkend, erkennt man bei genauerer Betrachtung, dass dies eine besondere Qualität ist. Man sieht, wie klar, fein und sparsam sie gestaltet und wie präzise die architektonischen Entscheidungen getroffen wurden.

Diese unaufgeregten und unspektakulären Bauten des Alltags werden in der Ausstellung mit aktuellen Fotos und Zeichnungen, die mit Studierenden der TU Kaiserslautern entstanden sind, dokumentiert und historischen Fotos, Plänen und Referenzen gegenübergestellt, als Beitrag zur aktuellen Debatte um den Wohnungsbau.

Wann
25. Oktober bis 23. November 2018
Wo
Haus der Architektur
Waisenhausstr. 4
80637 München
Organisator
Bayerische Architektenkammer
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