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Xeritown

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Standort
Dubai, Vereingte Arabische Emirate
Jahr
2008

Das Projekt Xeritown wurde als nachhaltiges Wohnquartier entwickelt und stellt sich dem für die Region neuen Anspruch, Lösungen anzubieten, die sowohl Ressourcen sparen als auch eine dem Klima angemessene Umgebung für soziale Interaktionen im öffentlichen Raum schaffen. Der Plan ist gekennzeichnet von einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Bebauung und Landschaft; architektonische Typologien – Apartments, Townhouses und Hotels, kulturelle Einrichtungen – die sowohl klimatisch als auch visuell von der Nähe zur Landschaft profitieren, prägen den schlichten Wohncharakter des Projekts.

Ausgangspunkt für Xeritown ist die Wüste und das lokale Klima. Die urbane Form wurde im Zusammenspiel mit den örtlichen Bedingungen von Sonne, Wind und Wasser entwickelt. Der städtebauliche Plan beruht auf einer zunächst einfachen Setzung: Als Reaktion auf die starke Sonneneinstrahlung Dubais wurde die bebaute Fläche auf 50% der Grundstücksfläche komprimiert, mit dem Resultat einer engen, sich selbst verschattenden städtischen Struktur.

Enge Fußgängerstrassen und kleine Plätze prägen das Gefüge und erinnern in Gestalt und Wirkungsweise an regionale traditionelle Bauweisen. Die Nord-Süd-Ausrichtung der Gebäude minimiert deren solare Aufheizung. Die Baumasse ist in streifenartige Inseln zerlegt und so orientiert, dass sie von den vorherrschenden Windrichtungen profitiert. Die kühlere Brise vom Meer strömt zwischen den Bebauungsinseln hindurch, während die heißen Wüstenwinde durch die ansteigende Bebauung über das Gebiet hinweg geleitet werden. Eine aufgeraute, den Luftstrom brechende Skyline aus niedrigen Gebäuden und Türmen unterstützt natürliche Belüftung. Ähnliche Dynamiken bestimmen auch die Entstehung von Dünen in der Wüste. In ihrer sandfarbenen Materialität ähneln die städtischen Inseln erstarrten Dünen.

Auftraggeber
Dubai Properties, United Arab Emirates

Entwurfsteam
SMAQ – architecture urbanism research: Sabine Müller, Andreas Quednau mit Joachim Schultz, Team: Therese Granberg, Ludovica Rogers, Felipe Flores, Kathrin Löer, Valle Medina, Martino Sacchi

In Zusammenarbeit mit
X-Architects (Dubai); Johannes Grothaus Landscape Architects (Potsdam/Dubai)

Fachplaner
Reflexion (Licht), Buro Happold (Infrastruktur und Nachhaltigkeit)

Fläche
59 ha

Brutto-Geschossfläche
486.000 m2

Auszeichnungen
Holcim Award 2008 for Sustainable Construction (Regional Acknowledgement Prize)
Cityscape Architectural Awards 2008

Andere Projekte von SMAQ

Bad
Stuttgart (2004), Rotterdam (2006)
Cumulus, Grorud Center
Oslo, Norwegen
Dots&Loops
Burgos, Spanien
Cosy Chair
Berlin
Wissenschaftshafen
Magdeburg
Wohnungsbau Agnes-Hundoegger-Weg
Hannover