Foto © David Matthiessen
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Bild © scholl architekten partnerschaft
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Neubau Musikschule

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  • Schulen
Standort
Pliezhausen
Jahr
2018
Bauherrschaft
Gemeinde Pliezhausen
Team
Yasmin Balbach, Sarah Dorn, Ann Kathrin Goerke
Bauüberwachung
Guggenberger + Ott Architekten GmbH
Tragwerksplanung
Belz, Schmidt + Partner Ingenieurgesellschaft
HLS-Planung
MOHR SOLUTIONS Ingenieure GmbH & KG
Elektroplanung
Ingenieurbüro für Elektrotechnik Peter Kummich & Michael Weißkopf Beratende Ingenieure VBI
Bauphysik
rw bauphysik Ingenieurgesellschaft mbH Co. KG

Die Gemeinde Pliezhausen mit 9.000 Einwohnern zeichnet sich durch das Engagement in der musikalischen Bildung von über 500 Akteuren aus. Um dem hohen Anspruch in Zukunft gerecht werden zu können, hat die Gemeinde in einen Neubau investiert. Die Lage am Ortsrand wurde als Chance genutzt, einen Solitär zu planen, der sich zwar mit seinem Haupteingang zur Ortsmitte orientiert, aber in der Schnittstelle zu einem Neubaugebiet auch als Drehscheibe funktioniert. Ein Vorplatz dient als Entree. Hier entsteht öffentlicher Raum. Die Musikschule wird architektonischer und kultureller Mittelpunkt.

Das Musikschulgebäude übersetzt konsequent die vier Bausteine des pädagogischen Konzepts in ein sinnfällig räumliches Gefüge, das sich übersichtlich und funktional in vier Nutzungszonen um einen Innenhof gruppiert. Als Herzstück gilt dabei ein Kammermusiksaal für 150 Besucher mit großzügigem Foyer. Er ist flexibel nutzbar und erlaubt vielfältiges bespielen, durch großzügige Raum- und Blickverbindungen auch zusammen mit Foyer und Innenhof. Den zweiten Nutzungsbereich bilden dreizehn Unterrichtsräume, die mit aufwändigen Maßnahmen akustisch ein Optimum für diese Belegung bieten. Dritter Baustein sind vier großen Probenräume, Übungsstätten für Musikverein, Chor, Band und musikalische Früherziehung. Vierter Baustein ist der Bereich Verwaltung mit Sekretariat, Besprechungsraum und Musiksammlung.

Die Anordnung der Raumeinheiten folgt unter Ausnutzung der natürlichen Topografie einem Raumplan auf drei Ebenen, der sich über die unterschiedlichen Raumhöhen außen abbildet und damit eine Einheit zwischen Gestaltung und Funktion, innen und außen entstehen lässt. Die ringförmige Erschließung auf der Eingangsebene verstärkt diese Wirkung.

Im Vordergrund steht der architektonische Raum mit hochwertigen Oberflächen und einer dezidierten Lichtführung. Wie die Auskleidung einer Schatulle sind Foyer und Saal mit akustisch wirksamen Wandbekleidungen ausgeschlagen. Die Intimität dieser Räume wird durch die Beschränkung der verglasten Flächen auf das Erdgeschoss verstärkt. Gleichzeitig ermöglichen diese vielfältige Blickbeziehungen mit dem Außenraum und den Erschließungszonen.

Die Begrenzung von Konstruktion und Ausbau auf wenige authentische Materialien steht für eine Ästhetik des Schlichten und Zeitlosen. Die Reduktion auf das Wesentliche verleiht der Musikschule eine Bedeutung als öffentlicher und kultureller Ort, dessen Eleganz und Strahlkraft weit über Pliezhausen hinausreicht.

Nicht offener Planungswettbewerb
2014, 3. Preis

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