Foto © Hans Jürgen Landes
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Bild © scholl architekten partnerschaft
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Erweiterungsneubau Mittelschule Landsberg

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  • Schulen
Standort
Landsberg am Lech
Jahr
2018
Bauherrschaft
Stadt Landsberg am Lech
Team
Yasmin Balbach, Santa Birzniece, Thomas Kappmaier, Leticia Outomuro Cadavid, Roman Rosert
Bauüberwachung
RRP Architekten + Ingenieure GbR
Tragwerksplanung
Bergmeister Ingenieure GmbH
HLS-Planung
MOHR SOLUTIONS Ingenieure GmbH & KG
Elektroplanung
EHSP Engineering Solutions
Bauphysik
Müller BBM GmbH
Leit- und Informationssystem
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Landschaftsplanung
Koeber Landschaftsarchitektur GmbH

Aus der Zusammenlegung von zwei Schulstandorten erhielt die Mittelschulen Landsberg am Lech für 600 Schüler/innen und 70 Lehrkräfte eine Erweiterung der ehemaligen Fritz-Beck-Schule. Die Aufgabe bestand darin, die bestehenden Schulgebäude aus den 60er, 70er und 80er Jahren im Hinblick auf zukünftige Unterrichtsmethoden und neue Schulkonzepte mit Ganztagesbetreuung umzubauen, zu modernisieren und zu erweitern. Dafür wurde der bestehende, 3-geschossige Klassentrakt im rechten Winkel durch einen gleich hohen Neubau erweitert, dessen lineare Erschließung das Rückgrat für die Klassenräume, die Aula und eine 2 Geschosse hohe Aula bildet. Ein Flachdachbau mit Arkadenhof verbindet die solitär stehenden Bestandsgebäudes für Fachunterricht und Sport mit dem Neubau.
Die innenräumliche Verknüpfung bestehender und neuer Gebäudeteile sowie eine einheitlich ausformulierte Fassade von Neu- und Altbau formen ein neues Schulhaus, welches sowohl funktional als auch im Erscheinungsbild als Einheit in Erscheinung tritt.

Die Schmalseite des neuen drei Geschosse hohen Klassentrakts und die zwei Geschosse hohe Aula bilden auf der Ostseite zur Stadt hin eine signifikante Kubatur mit einer vorgelagerten Landschaftstreppe als neue Adresse und eine großzügige Erschließung des Schulensembles. Dieser neue Haupteingang und der ursprüngliche Schulzugang auf der Westseite sind im Neubau des Klassentrakts durch eine breite innere Schulstrasse miteinander verbunden. An diese zentrale Erschließung grenzen alle wichtigen Funktionen, wie die zusätzlichen Klassen- und Gruppenräume, Selbstlernbereiche, die Aula, die Mensa, die Bibliothek, die Verwaltung, die Anbindung an die Bestandsgebäude sowie eine einläufige breite Treppe als vertikale Erschließung in die oberen Geschosse.

Im Äußeren bestimmt sägeraues vorvergrautes Nadelholz das Erscheinungsbild, im Inneren Sichtbeton in den Erschließungszonen und Birkenholzfurniere in den Aufenthaltsräumen.

Lochungen in den Wandbekleidungen und Schrankfronten des Ausbaus sowie in die Rohdecken integrierte Holzwolle-Leichtbauplatten sorgen für eine angenehme Raumakustik und gute Sprachverständlichkeit.
Die Kombination von witterungsgeschützten Fassadenöffnungen und mechanischer Grundbelüftung sichert trotz der intensiven Nutzung der Räume durchgängig eine hohe Luftqualität.

Neben der Landschaftstreppe vor dem Haupteingang werten ein Bolzplatz und ein neu gestalteter Schulhof mit Baumdächern die Aufenthaltsqualität in den Freianlagen auf.

Dem Gestaltungsprinzip des Einfachen und Reduzierten folgend, entsteht ein neu geordnetes Schulensemble aus „einem Guss“, unterstützt durch eine konsequent zurückhaltende Materialwahl mit natürlichen Oberflächen.

Nicht offener Planungswettbewerb
2013, 1. Preis

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