Foto © Dietmar Strauß
 
 
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Neubau der Zentrale der Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V.

Bensheim

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Adresse
Stubenwald-Allee 5, Bensheim
Jahr
2015

Vier fast identische Gebäudeflügel, über einen Mittelbereich miteinander verbunden, bilden ein X-förmiges Gebäude, welches sich nach allen Seiten öffnet. Zu drei Seiten ergeben sich Freiräume, die zum Haupteingang und den beiden Treppenhäusern führen. An der straßenabgewandten Seite entsteht ein grüner Innenhof.

Durch die nicht orthogonalen und abgerundeten Flügelenden erhält das Gebäude eine schlichte Eleganz und eine Unverwechselbarkeit im heterogenen Gewerbeumfeld ohne auftrumpfend oder protzig zu wirken.

Die gewählte X-förmige Gebäudestruktur weist im Vergleich zu anderen typologischen Ansätzen ein Minimum an Verkehrsflächen auf. Die Flure treffen im Mittelbereich auf aufgeweitete Erschließungszonen. Dadurch erhält das Gebäude auch im Inneren eine unverwechselbare Struktur, fern von sterilen und leidenschaftslosen Verwaltungsblöcken.

Das Gebäude wird als konventionelle Stahlbetonmassivkonstruktion errichtet. Die Geschossdecken sind als Flachdecken konzipiert, die auf tragenden Wandscheiben, Stützen im Fassadenbereich und in der Mittelzone aufliegen.

Bei der Fassade kommt eine Kombination aus Bandfassade und Lochfassade zum Tragen. Durch geschossweise versetzte Wandanteile zwischen den Aluminium-Elementfenstern entsteht eine unprätentiöse aber lebendige Binnengliederung in der Putzfassade. Eingänge und Treppenhäuser werden mittels großzügig wirkenden Verglasungen und Vordächern hervorgehoben. Perlbeige (Sand gem. CI) Fensterprofile, weißer und beim Lager anthrazitfarbiger Putz unterstützen die gewünschte schlichte Eleganz.

Aufgrund des Wirkungskreises der CBM und der zukünftigen Nutzung des Gebäudes als Verwaltungsgebäude, aber auch für Schulungszwecke oder anderen Begegnungen und den daraus resultierenden Besuchern, wird auf den Aspekt der Inklusion besonderen Wert gelegt.

Die Farbgebung orientiert sich im Innenbereich an den Vorgaben rot, gelb, lila, sand, blau, grün und wird in einem Wechselspiel von Flächen und Bänderungen in abgetönter Form, passend zum CI von CBM eingesetzt. Die Primärfarben rot und gelb sind bei den Erschließungskernen dem Aufzugskern und der schrägen Wand vorbehalten. Die Sekundärfarben als Bestandteil des 2 Sinne-Prinzips gewährleisten die Orientierbarkeit in den einzelnen Geschossen und verweisen auf die jeweiligen Abteilungen. Sie kommen bei den mittleren Stützenreihen, sowie bereichsweise in der Mittelzone zum Einsatz. Als Bänderung überlagern sie bei der schrägen Wand die Primärfarben. Die Sättigung der Farben nimmt von unten nach oben ab. Alle Anforderungen an barrierefreies Bauen sind eingehalten.

Mitarbeit

Christine Sch&auml;dler, Pasqual Haecker, Bernd Endri&szlig;, Sandra Puchalska<br /> <br /> <strong>Baubeginn</strong><br /> 05/2014<br /> <br /> <strong>Fertigstellung</strong><br /> 05/2015<br /> <br /> <strong>Brutto-Grundfl&auml;che (BGF) </strong><br /> 6.457 m2<br /> <br /> <strong>Brutto-Rauminhalt (BRI) </strong><br /> 26.938 m3<br /> <br /> <strong>Baukosten (gesamt) </strong><br /> 12.300.000 EUR<br />