Wettbewerb Sonnenhof e. V.

Schwäbsich Hall
Masperplan
Zeichnung © BLU architekten
Konzept Piktogramm
Zeichnung © BLU architekten
Schwarzplan
Zeichnung © BLU architekten
Architekten
BLU architekten
Jahr
2015
Bauherrschaft
Sonnenhof e. V.
Team
Jan Blanek, Christiane Butt

Leitbild
Ein Quartier für eine inklusive Gesellschaft verbindet die Welt von Menschen mit Behinderung mit der Welt der Menschen ohne Behinderung. Beide Welten haben unterschiedliche Anforderungen an die Nutzung von Räumen.

Unter anderem können Menschen mit Behinderung nicht oder nur eingeschränkt am öffentlichen Verkehr teilnehmen. Menschen mit Behinderung benötigen daher einen Schutzraum – die grüne Mitte, die gleichzeitig Begegnungsraum für Menschen beider Welten ist.

Campus Sonnenhof

Städtebauliche und freiräumliche Struktur
Gegenwärtig ist das Gelände des Sonnenhofs durch eine disperse Verteilung der Baukörper mit einem hohen Freiraumanteil geprägt. Das städtebauliche Neuordnungskonzept sieht eine campusartige Struktur vor, die von 2 Elementen gebildet wird:
• Der perforierte Rand – besteht im Norden und Osten aus unterschiedlichen baulichen Strukturen. Im Norden entwickelt sich ein Wohnquartier mit Reihen-, Doppel-, Einzelhäusern und Gartenhofhäuser direkt angrenzend an das Gebiet Hartäcker II. Der Quartierseingang im Norden wird neben der Arche durch zwei weitere Baublöcke gebildet. Der polygonale Baustein beinhaltet die Mitarbeiterappartments und verfügt über einen Wohnturm. Im Erdgeschoss bespielen Läden und Gastronomie den nach Süden orientierten Quartiersplatz. Der rechteckige Baublock ist für Dienstleistungen aus dem Gesundheitsbereich vorgesehen. In der Außenwahrnehmung bildet dieser Baustein zusammen mit dem Wohnturm die neue Adresse des Sonnenhofs. Der rückseitige Bereich der Arche erhält einen Ergänzungsbau für den Geschosswohnungsbau. Die baulichen Strukturen am Ostrand zur Reifensteige sind als lärmabschirmende Wohnhöfe konzipiert für stationäres Wohnen und intensiv betreutes Wohnen. Das intensiv betreute Wohnen für Kinder befindet sich am Westrand der grünen Mitte. Im Süden und im Westen wird der Rand im Wesentlichen aus einer Struktur von Freiraumelementen gebildet. Der Rand umschließt die Grüne Mitte.
• Die Grüne Mitte – eine öffentlicher Raum mit einer freien Einstreuung von Gebäuden mit überwiegend öffentlicher Nutzung aus dem Bestand des Sonnenhofs. Ein Begegnungsort für Menschen und Tiere.

Verkehr und Erschließung
Der Verkehr gliedert sich in eine äußere Erschließung im Norden und einer autofreien inneren Erschließung über den Ring, der die grüne Mitte umschließt und über den alle Funktionen des Sonnenhof Campus angedient werden können. Die Allee wird nach Südwesten verlängert und erhält eine neue Zufahrt zur Reifensteige. In diesem Bereich sind die Mitarbeiterstellplätze angeordnet mit einer Fahrradstation für die Mobilität der Mitarbeiter innerhalb des Quartiers. Der ruhende Verkehr der Baublöcke ist in Tiefgaragen organisiert, die vom Sudetenweg und entlang der grünen Fuge aus erschlossen sind. Die Straße südlich der grünen Fuge ermöglicht eine soziale Kontrolle des momentan geschlossen Grünraums. Entlang der grünen Fuge sind weiter Mitarbeiterstellplätze angeordnet.

Der Entwurf verbindet die paradoxe Anforderung nach einem geöffnetem Schutzraum.

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