VILVIF – Riviera Vitalresidenz, Berlin

Berlin
Foto © Michael Moser
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Interieur: JOI-Design Innenarchitekten A D joehnk + partner mbB, Hamburg
Foto © Michael Moser
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Architekten
TCHOBAN VOSS Architekten
Standort
Regattastraße 168-171, 12527 Berlin
Jahr
2023
Bauherrschaft
SAX-Gruppe
Team
Joerg Rudloff, Philipp Bayer, Burkhard Wyzisk, Dennis Ahrendt, Boris Blanek, Magdalena Bolavec, Oliver Lange, Stefan Schoenefuss, Lutz Stoeckigt, Christoph Schroeter, Susanne Bahr, Stefan Drechsler, Beate Schonlau
Leistungsphase 6
Ingenieurgesellschaft Hartmann mbH, Berlin
Planung der Denkmalbauteile
van geisten.marfels architekten GbR, Potsdam
Projektsteuerung
CPM GmbH Gesellschaft für Projektmanagement, Sindelfingen
Landschaftsplanung
atelier VAN GEISTEN Landschaftsarchitektur, Berlin
Interieur
JOI-Design Innenarchitekten A D joehnk + partner mbB, Hamburg
Statik
Ingenieurbüro Rüdiger Jockwer GmbH, Berlin
Haustechnik
IAM Haustechnik GmbH, Schwerin
Fotograf
Michael Moser

Das Neubauprojekt Vitalresidenz Riviera befindet sich in idyllischer Lage an der historischen Olympia-Regattastrecke in Berlin-Grünau, eingerahmt von einer gepflegten Gartenanlage mit Uferweg. Unter Erhalt des historischen Riviera-Ballsaals und der Fassade des ehemaligen Gesellschaftshauses Grünau, beide aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert, entstand auf dem Grundstück an der Dahme und einem straßenseitigen Grundstück an der Regattastraße eine moderne Seniorenanlage mit über 200 barrierefreien Wohnungen. Zur Wasserseite wurden von TCHOBAN VOSS Architekten zwei Neubauten geplant, zwei weitere auf dem landseitigen Grundstück. Mit ihrer Architektur führen die vier Häuser durch differenzierte Fassaden die gestalterische und typologische Heterogenität der Nachbarschaft bewusst fort. Für die aufwendige Sanierung der denkmalgeschützten Bestandsgebäude zeichnen sich van geisten.marfels architekten aus Potsdam verantwortlich.

Zusätzlich zu den seniorengerechten Wohnungen wurde ein breites Serviceangebot für die Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen, so beispielsweise im U-Förmigen Gebäude am Riviera-Saal ein großzügiger Empfang mit Concierge, Gastronomie, Räume für Fitness und Wellness inklusive eines Schwimmbads, sowie Gemeinschaftsräumen. Eine ambulant betreute Wohngemeinschaft und eine Tagespflege in den gegenüberliegenden Bauteilen runden das Angebot im Quartier ab.

Anschließend an den Saal Riviera entstand das U-förmige Hauptgebäude, das zur Straße hin einen Hof ausbildet. Seine zweiflügelige Anlage besitzt drei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss im südlichen Teil und zwei Staffelgeschosse im Nordflügel. Direkt neben dem Saal sind Hauptzugang und Rezeption als zentraler Anlaufpunkt für die gesamte Wohnanlage angeordnet. Das Motiv der Gliederung des Riviera-Saals mit regelmäßigen Fensterachsen und Pfeilervorlagen wird mit dem anschließenden Neubau weitergeführt und zugleich neu interpretiert: In regelmäßig wechselnden Achsen aus Vor- und Rücksprüngen mit kleinen eingezogenen Loggien.

Südlich des historischen, sanierten und umgenutzten Gesellschaftshauses entstand ein weiterer Neubau, der die Geschossigkeit sowie einige Gestaltungselemente des U-Förmigen Nachbargebäudes aufnimmt. Hier sind allerdings die Gesimse flächiger gehalten. Es wurde eine monochrom weiße Farbigkeit der Putzfassaden mit farbigen Akzenten durch textilen Sonnenschutz und die Schlosserelemente gewählt. Dieser Bereich wird ausschließlich für Wohnen genutzt.

Das gegenüberliegende Grundstück wurde mit zwei weiteren Wohngebäuden bebaut. Beide sind hintereinander in die Tiefe des schmalen Grundstücks angeordnet, die Schmalseite steht zur Straße. Vorder- und Hinterhaus haben ähnliche Abmessungen, jedoch differenzierte Fassaden. Sie verfügen jeweils über vier Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss. Beide Gebäude wurden durch eine gemeinsame Tiefgarage unterbaut.

Alle drei eigenständigen Häuser werden über die Regattastraße erschlossen und sind in Anlehnung an die DIN 18040 barrierefrei konzipiert. Das städtebauliche Konzept sah eine große Offenheit und öffentliche Zugänglichkeit von der Regattastraße in Richtung Wasser vor. Beidseitig des Gesellschaftshauses wurden Sichtachsen mit Durchgang zum Dahme-Ufer vorgesehen. Entlang der Wasserseite entstand eine öffentlich nutzbare Wegeverbindung, welche die beiden Grünflächen miteinander verbindet.

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