Umfeld Fernsehturm Alexanderplatz

Berlin
© Claus Boeckh
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© Eckhard Joite
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Lichtplaner
LICHT KUNST LICHT
Standort
Berlin
Jahr
2016
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.
Bauherrschaft
Bezirksamt Mitte von Berlin für die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Team
Malte Simon
Landschaftsarchitekten
Levin Monsigny Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbh, Berlin

Der städtische Raum um den Fernsehturm am Alexanderplatz gehört zu einem der meist frequentierten Berlins und wurde durch die Landschaftsarchitekten Levin Monsigny neu interpretiert und umgestaltet. Die behutsame Transformation der Freiraumgestaltung unter Berücksichtigung des Bestandes, der DDR-Historie sowie der zentralen Lage, hat einen zeitgemäßen, funktionierenden Stadtraum mit hoher städtebaulicher Signifikanz hervorgebracht. Das Lichtkonzept bedient dabei die hohe Nutzungsintensität durch heterogene Nutzergruppen und unterstützt die vielfältigen Aufenthaltszonen mit unterschiedlichen Lichtatmosphären. Das fein aufeinander abgestimmte Licht- und Landschaftskonzept verleiht dem Ort eine hohe Aufenthaltsqualität. Zudem hat dieser innerstädtische Ort eine neue freundliche Identität gewonnen, die sowohl zum Verweilen einlädt, als auch einen lebendigen Treffpunkt darstellt.

Das Konzept der Landschaftsplaner definiert drei Freiraumtypologien, die in ihrem Charakter atmosphärisch jeweils durch die Beleuchtung unterstrichen werden: Das direkte Umfeld des Fernsehturms ist ein „Stadtplatz“ mit luftig, offenem Charakter. Der Bereich zwischen Spandauer Straße, Karl-Liebknecht-Straße und Fernsehturm ist der „Stadtgarten“, der durch seine Hauptachse den Neptunbrunnen mit dem Kaskadenbrunnen verbindet. Dieser hat durch die Hochbeete und zwei Baumreihen einen geordneten Charakter, während der Bereich zwischen Spree, Spandauer Straße, Rathausstraße, und Karl-Liebknecht-Straße als „Stadtpark“ eine naturbelassenere Vegetation aufweist.

Das Beleuchtungskonzept nimmt mit seiner Dramaturgie auf die drei definierten Freiraumtypologien Bezug, indem die Entwicklung von natürlicher Vegetation an der Spreepromenade hin zu bebautem, städtischem Platz am Bahnhof durch zunehmende Beleuchtungsstärken unterstrichen wird. Leitendes Motiv für das Lichtkonzept ist auf der einen Seite das Wohlbefinden und die Sicherheit der Nutzer sowie eine gute Orientierung und Erkennbarkeit der markanten Punkte bei Dunkelheit. Auf der anderen Seite sollte dem Umstand Rechnung getragen werden, dass in Berlin Grünanlagen generell nicht beleuchtet werden – die Bereiche Stadtpark und Stadtgarten sind als Grünanlage definiert.

Für die übrigen Bereiche werden gut abgeblendete Leuchten mit gerichtetem Licht eingesetzt, um eine gute Lichtmodellierung ohne störende Blendquellen gewährleisten zu können. Weiterhin wird auf eine Vielfalt einzelner Leuchten- und Lampentypen verzichtet und so das gesamte Areal über die formale Ausgestaltung der Leuchten verbunden.

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