Umbau und Anbau Wohn-Geschäftshaus

Tübingen
Foto © Dietmar Strauß
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Architekten
Dannien Roller Architekten + Partner
Adresse
Pfleghofstraße 4.1, 72070 Tübingen
Jahr
2020
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.
Stockwerke
1–5 Stockwerke
Bauherrschaft
privat
Team
Dipl.-Ing. Maren Dannien - Projektleitung, Dipl.-Ing. Matthias Roller - Projektleitung, M.A. Architekt Mirco Jakschic - Bauleitung

Das Wohn- und Geschäftshaus Pfleghofstraße 4.1 ist ein Baustein der Tübinger spätklassizistischen Stadtrekonstruktion nach dem großen Stadtbrand 1789. Es befindet sich auf dem Schulberg, in direkter Nachbarschaft zu dem historischen Pfleghof dessen baulicher Ursprung aus dem Jahr 1342 stammt. Das Grundstück ist Teil der historischen Schulbergterrassen. Im Osten ist diese historische Grünanlage von der mittelalterlichen Stadtmauer begrenzt.

Das Projekt umfasst den Umbau des Altbaus vom Erdgeschoss bis ins erste Obergeschoss. Gartenseitig erhält das Gebäude einen eingeschossigen Anbau. In Zukunft wird hier eine Büroeinheit untergebracht.

Die Büronutzung wird über die Pfleghofstraße erschlossen. Der hohe zweigeschossige Ladenraum wird Empfang, Sekretariat und zukünftige Adresse. Von hier wird der Büro- und Besprechungsbereich im Obergeschoss mit der historischen Holztreppe erschlossen. Zwischen Ladenraum und Anbau wird im jetzigen Hanggeschoss die Bodenplatte des Bestandsbaus abgesenkt und erschließt dann niveaugleich den neuen Baukörper. In diesem Zwischenraum befinden sich die Nebenflächen wie Lager, Technik, Sanitäranlagen und ein großer Meeting-Bereich mit Teeküche und zentralem Tresen. Im Mezzanin ist eine Bibliothek und Rückzugsfläche eingerichtet. Der Anbau beherbergt Büroflächen, die durch drei Terrassierungen eine räumliche Gliederung erfahren.

Das Projekt wird gestalterisch klar in Hauptkörper und Anbau gegliedert. Der Bestand wird rückgeführt auf die wesentlichen Strukturen. Zwischenwände werden bis auf das Fachwerk freigelegt. Die Oberflächen werden behutsam saniert. Die Fenster werden im Sinne der Stadtbildsatzung ausgetauscht.

Der eingeschossige Anbau wird als Teil der angrenzenden Mauerkonfigurationen vom Schulberg interpretiert. Der Baukörper drückt sich flach in den Hang und zeigt eine bewegte Dachlandschaft, die mit einer intensiven Dachbegrünung versehen wird. Die Fassade wird mit einer sehr groben Putzoberfläche mit einer dezent mehrfarbigen Farbgestaltung versehen, die mit der komplexen Struktur der angrenzenden Natursteinmauern korrespondiert. Großmaßstäbliche Eichenfenster lösen den Anbau gestalterisch vom Altbau und schaffen Aussicht auf den Österberg.

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