Max-Planck-Institut für Softwaresysteme Saarbrücken

Saarbrücken
Foto © JM. Schlorke
Foto © JM. Schlorke
Architekten
weinbrenner.single.arabzadeh. architektenwerkgemeinschaft
Jahr
2012
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.
Stockwerke
5–20 Stockwerke

Der Neubau ist ein schlankes, siebengeschossiges Gebäude, das den Bestandsbau nicht verdeckt. Er greift die Höhenentwicklung der Umgebungsbebauung auf und bildet zusammen mit dem Bestand einen identitätsstiftenden, kommunikationsfördernden Platz. Der Kubus, der gleichberechtigt, aber in seinem äußeren Erscheinungsbild monolithischer ausgeformt ist als der Altbau, schafft eine markante Torsituation, die den Zugang zum Campus akzentuiert und stärkt.

„Kreativität oder Inspiration kommt aus der Kommunikation. Der Lösungsansatz bei Fragestellungen im Bereich des Themendesigns liegt in der Einfachheit der Konzeption trotz der großen Komplexität“: Diese Worte aus dem Auslobungstext aufgreifend wurde die Entwicklung kommunikativer Räume für den informellen Austausch der Wissenschaftler und Mitarbeiter zur übergeordneten Thematik der umgesetzten Architektur.
Die durch das Gebäude mäandernde Treppe funktioniert wie eine Hauptschlagader und tangiert auf jedem Geschoss zentrale Kommunikationszonen, die sich über alle sieben Geschosse spektakulär zueinander öffnen. Um das zweigeschossige Foyer liegen der abgestufte Hörsaal und die Seminarräume. Glas ist das bestimmende Element im Innenraum, denn sowohl die in alle vier Himmelsrichtungen orientierten Büros als auch die in der mittleren Zone liegenden Besprechungs-, Kopier- und Bibliotheksräume fördern die zufällige oder auch gewollte Kommunikation durch ihre Transparenz. Abgewogene verglaste Fassaden lassen zudem gleichmäßiges Tageslicht tief in das Gebäudeinnere eindringen.

Aus einer behutsam aufeinander abgestimmten Mischung industriell vorgefertigter Materialien und vor Ort gegossener Betonflächen entwickelt sich eine spannungsreiche, werkstattcharakterähnliche Atmosphäre. Als Kontrast zur dunklen Aluminiumfassade dominiert die Farbe Weiß die Gebäudeinnenausstattung und -einrichtung in Verbindung mit den Sichtbetonoberflächen.
Die Medien werden sowohl im Hohlraumboden als auch in offenen Deckenkanälen geführt und stellen die Flexibilität zukünftiger Nutzungsänderungen sicher. Die Betonkernaktivierung der nicht abgehängten Decken und die Massenträgheit der Betonwände in Verbindung mit der Nachtauskühlung sorgen für die Behaglichkeit in der heißen Sommerperiode.

Nachdem die Wissenschaftler das Gebäude bezogen hatten, äußerten sie sich höchst zufrieden über die kommunikative Atmosphäre der Räumlichkeiten, besonders die Sichtachse über die Kommunikationsflächen vom Erdgeschoß bis zum 6. Obergeschoss. Die hohe Transparenz aufgrund der komplett verglasten innenliegenden Büroflächen sowie aller Flurtrennwände wird gut angenommen. Die Gebäudeform wurde wie ein Maßanzug dem schmalen Grundstück und den Nutzeranforderungen angepasst.

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