Kleist-Museum

Frankfurt/Oder
Foto © Caren-Maria Jörß
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Innenarchitekten
szenographie valentine koppenhöfer
Standort
Frankfurt/Oder
Jahr
2013
Bauherrschaft
Kleist-Museum Frankfurt/Oder
Team
Valentine Koppenhöfer, Caren-Maria Jörß
Lichtdesign
Sein & Schein GmbH, Höchstadt

Das Kleist-Museum Frankfurt/Oder ist das weltweit einzige Museum, das ausschließlich Leben, Werk und Wirkung Heinrich von Kleists gewidmet ist. Kleists Biographie entfaltet sich im zeitgeschichtlichen Kontext in den Räumen des Altbaus, einer denkmalgeschützten Garnisonsschule von 1777; das zeitlose Werk wird, losgelöst von seiner Biographie, in den Räumen des 2013 fertig gestellten Neubaus präsentiert. Die Darstellung des kleistschen Werkes beruht auf der Erkenntnis, dass Literatur erst im Leseprozess, in der Imagination des Einzelnen, entsteht. Literatur – letztlich unsichtbar und damit unausstellbar – lässt sich nur unzureichend anhand von Büchern, Manuskripten und Rezeptionszeugnissen darstellen. Literatur muss auf einer sinnlichen, emotionalen Ebene erfahren und erlebt werden, die die Vorstellungskraft des Rezipienten miteinbezieht. Ein eigener Raum ist hierbei den Besonderheiten der kleistschen Sprache gewidmet, deren komplexe Textarchitekturen die auf illuminierten Buchobjekten graphisch decodiert und nachvollziehbar gemacht werden. Die im Sprache-Raum bereits anklingende Stangenarchitektur verdichtet sich im Werk-Raum zu einer labyrinthischen Rauminstallation, welche die Brechungen, Widersprüche und Irrwege von Kleists Dichtung in der Ambivalenz von Ordnung und Auflösung versinnbildlicht. Eine Soundebene aus atmosphärischen Klängen und gesprochenen Zitaten, die der Besucher im Stangenwald selbst auslöst, beflügeln die Imagination auf akustische Weise. ARGE mit Panatom

Wettbewerb
1. Preis

Umfang
350 qm Dauerausstellung

Leistungen
Ausstellungsgestaltung
LPh 1-9
Szenographie
Arge mit Panatom
Licht- und Medienplanung

Planungszeit
2011-2013

Eröffnung
Oktober 2013

Auftraggeber
Kleist-Museum Frankfurt/Oder

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