Kladow

Berlin
Foto © Simon Menges
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Architekten
Jan Rösler Architekten BDA
Standort
Berlin
Jahr
2019
Bauherrschaft
privat

Für die kleine Familie mit 2 Kindern ist der Neubau auf dem etwa 600 qm großen Grundstück, in der zweiten Reihe am Groß-Glienicker-See im Berliner Randbezirk Spandau ihre neue Heimat geworden. Das Grundstück liegt leicht erhöht auf einem Hangplateau und das nahe Kiefernwäldchen gibt aus dem Obergeschoss und der Dachterrasse den Blick auf den See frei.

Der relativ kleine Baugrund und das örtliche Baurecht haben in einem asymmetrischen, strukturieren Bauvolumen gemündet, welches verteilt auf ein Untergeschoss und zwei Obergeschosse neben der maximalen Ausnutzung der Wohnfläche auch die räumlichen Vorstellungen der Nutzer bereitstellt. Das Erdgeschoss wird durch einen kreuzförmigen Grundriss gebildet in dessen Zentrum ein als Möbelstück konzipierter und mit schwarzem Linoleum bekleideter Kern steht. Dieser Gliedert die wesentlich Nutzungen als Wohnzimmer, Küche, Bibliothek und Garderobe ohne dabei geschlossene Räume zu erzeugen. Im Inneren befinden sich neben einem Bad auch die Erschließungstreppen ins Untergeschoss und in das Obergeschoss.

Wohnzimmer und Küche liegen über Eck. Der Großteil der Fassade lässt sich in diesem Bereich durch raumhohe Schiebeelemente stützenlos öffnen und verbindet sich mit der davor liegenden Terrasse zu einem zusammenhängenden Raum. Verstärkt wird diese Wahrnehmung durch einen fugenlosen Betonboden der sich vom Eingangsbereich über das Erdgeschoss, die Terrasse bin in das Obergeschoss zieht. Der Sichtbeton findet sich als verbindendes Element erneut in der Deckenuntersicht sowie in den Erschließungstreppen wieder. Eine offenen, wie in den Kern hineingeschnittene Treppe führt in das einachsig ausgebildete obere Geschoss, und umfasst die ruhigeren Nutzungen der Eltern, sowie die beiden Kinderzimmer. Neben einer großzügigen Kombination von Schlafzimmer und Masterbad mit Blick auf den See befindet sich hier eine Ankleide und der Zugang auf die Dachterrasse. Das offene Treppenauge gliedert die beiden Nutzungsbereiche und bietet durch ausreichenden Abstand eine angenehme Privatsphäre. Die Raumhohen und um 180 Grad öffenbaren Türen erzeugen eine angenehme Offenheit und erfreuliche Großzügigkeit.
Das Untergeschoss wird ebenfalls über eine durch den Kern verdeckte Treppe erschlossen und ist überwiegend den technischen Erfordernissen sowie Lagerflächen und einem Fitnessbereich vorbehalten.

Die Ansichten des Hause sind durch wenige, dafür besonders große Fensteröffnungen bestimmt. Diese haben sich aus der Nutzung im Inneren heraus entwickelt. Jedem Raum wird eine Öffnung mit einer definierten Orientierung zugeordnet. Die Fensterkonstruktion ist bündig mit der Außenfassade und bietet auf der Innenseite Sitzgelegenheiten mit Blick ins Freie. Opake und der Wandfläche zugeordnete Lüftungselemente erlauben eine manuelle Regulierung der Belüftung. Neben den ästhetischen Reizen fördert der weiße Lehmputz an den Innenwänden aller Geschosse des Raumklima nachhaltig und trägt als ein weitere Baustoff ohne gesundheitsschädliche Ausdünstungen mit zu einem gesunden Wohnklima bei.

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