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Düsseldorf
© Johannes Roloff
 
 
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Lichtplaner
LICHT KUNST LICHT
Stadt
Düsseldorf
Jahr
2017

Im Rahmen einer umfangreichen Umbaumaßnahme sollte ein Mitarbeiterrestaurant sowie die dazugehörigen Küchenräume architektonisch und lichttechnisch optimiert werden. Die tageslichtlosen Räumlichkeiten befinden sich im Untergeschoss und weisen eine für die 70er Jahre typische Beleuchtung und innenarchitektonische Gestaltung auf. Eine wesentliche Entwurfsaufgabe war die Schaffung eines nachträglichen Tageslichteintrags und Außenweltbezugs durch die Herstellung eines neuen Lichtschachtes. Aus baulichen Gründen konnte jedoch nur eine beengte Schachtgeometrie mit kleinen Fenstern vorgesehen werden.

Ausführliche Untersuchungen ergaben, dass der Tageslichteintrag sehr gering ausfällt und die positiven Eigenschaften des natürlichen Lichts sowie ein Bezug zur Außenwelt nicht wahrnehmbar sind. Der Mehrwert für die Nutzer konnte folglich nur durch eine künstliche Beleuchtung entstehen, welche das natürliche Licht unter Einbeziehung des Tages- und Jahreszeitenverlaufs, der Dynamik, Lichtfarbe, Lichtrichtung und Lichtintensität simuliert und gleichzeitig die Stabilisierung des individuellen circadianen Rhythmus der Nutzer fördert. Eine raumhohe und mehr als 20 Meter lange, künstliche Panoramafensterwand kompensiert das fehlende Tageslicht und stellt einen imitierten Bezug zum Außenraum her.

Hinter der Verglasung sind am Boden sowie im Deckenbereich lineare LED Leuchten verdeckt angeordnet, deren Beleuchtungsintensität und Lichtfarbe in Abhängigkeit von der Tageszeit durch ein intelligentes Lichtsteuerungssystem automatisch angepasst wird. Der Gastraum gliedert sich in hell gestaltete, unterschiedliche Sitzzonen sowie in einen fast ausschließlich in schwarz gehaltenen Free Flow-Bereich. Einige Sitzbereiche sind durch Pendelleuchten akzentuiert beleuchtet, während die große, flexibel nutzbare Sitzzone im zentralen Gastraum durch eine gitterartige Lichtstruktur eher gleichmäßig illuminiert wird. Die druckvolle Akzentbeleuchtung über den Buffetstationen wird durch dezente Deckeneinbauleuchten im Wegebereich ergänzt. Die Farbtemperatur der Wegebeleuchtung sowie der Beleuchtung im angrenzenden offenen Küchenbereich ist ebenfalls variabel und wird simultan mit der Lichtwand gesteuert.

Mit diesem außergewöhnlichen Projekt zeigt Licht Kunst Licht das Entwurfsergebnis einer biologisch wirksamen Beleuchtung für einen tageslichtlosen Raum, welche den individuellen circadianen Rhythmus seiner Nutzer respektiert und stabilisiert.

Team
Isabel Sternkopf
Architekten
ttsp hwp seidel Planungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main

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