Heart & Brain Center Göttingen

Göttingen
Zentralperspektive
Visualisierung © HDR
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Lobby
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ThinkTank
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Architekten
HDR
Adresse
Robert Koch Str. 34, 37075 Göttingen
Jahr
2022
Kosten
Vertraulich
Stockwerke
1–5 Stockwerke
Bauherrschaft
UMG Göttingen

Das geplante Gebäude schafft eine gemeinsame Forschungsinfrastruktur zur wissenschaftlichen Bearbeitung organübergreifender Ursachen von häufigen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und des Nervensystems. Ein vergleichbares, direktes experimentelles und translationales Zusammenwirken von kardiovaskulären und neurologischen Forschern ist einzigartig und existiert bisher an keinem anderen Forschungsstandort in Deutschland. Es ermöglicht, Krankheitsmechanismen verstehen zu können sowie Präventions- und Therapieverfahren zu entwickeln.

Das Baugelände für das HBCG befindet sich auf dem Campus der UMG in unmittelbarer Nähe zum Hauptgebäude des Universitätsklinikums mit den kardiologischen und neurologischen Einrichtungen. Der Neubau wird gemeinsame zell- und molekularbiologische Labore, Bereiche für die Untersuchung von Probanden, innovative Großgeräte sowie Büros, Seminar- und Konferenzräume enthalten.

Der Entwurf versteht sich als ein Baustein der Gesamtplanung eines neuen universitären Medizincampus in Göttingen. Das Gebäude ist als kompakter Dreibund angelegt und hat vom Keller bis zur zweiten Etage insgesamt vier Geschosse. Im Kellergeschoss befinden sich die Mikroskopie-Räume für das STED und das Fluoreszenzmikroskop, sowie zentrale Lager- und Technikräume. Das Erdgeschoss ist dem Probandenbetrieb mit einem Empfangs- und Aufenthaltsbereich und den medizinischen Laboren vorbehalten. Im 1. Obergeschoss befinden sich neben Forschungslaboren auch Büroflächen. Im 2. Obergeschoss ist zusätzlich ein Seminar- und Konferenzbereich mit einer freien vorgeschalteten Kommunikationsfläche geplant, um dem Institutsgebäude als Thinktank passende Räume zu verleihen.

Die Dualität der der zwei Schwerpunkte „Heart“ und „Brain“ soll auch nach außen in der Fassade ablesbar sein. Dies wird durch Elemente dargestellt, die in zwei Drehrichtungen aus der Fassade heraustreten. Der Wechsel in ihrer Ausrichtung führt im Verlauf über die Etagen zu einem harmonisch-rhythmischen Gesamtbild. Das Gestaltungselement der Lamellen ist auch im Inneren des Gebäudes ablesbar. Holzlamellen gestalten die Wände der öffentlichen Bereiche und verleihen Akzente in den Flurbereichen, die zusätzlich durch „Think Boxes“ bespielt werden. Diese Kommunikationsinseln erhöhen die Raum- und Aufenthaltsqualität und entsprechen dem translationalen Grundgedanken des Gebäudes.

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