Hageloft / MUUUH! Group

Osnabrück
Der goldene Kubus ist der Eyecatcher des Projekts. Hier ist die Turnhalle untergebracht.
Visualisierung © imagine we create
Großformatige Fenster, gusseiserne Stützen und stützenfreie Stahlbetonträger kennzeichnen die Wohnräume und bewahren den industriellen Charme der alten Fabrik.
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Im südlichen Gebäudeteil entstehen 18 Wohneinheiten.
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Architekten
KRESINGS
Standort
Osnabrück
Jahr
2020
Bauherrschaft
Hageloft GmbH

Wo früher Lenkergriffe und Tischtennisbälle hergestellt wurden, entsteht aktuell ein neues Quartier zum Wohnen und Arbeiten. Die alte Chemiefabrik Hagedorn in Osnabrück wird nach über sieben Jahren Leerstand endlich umfunktioniert. Zukünftig bietet der unter Ensembleschutz stehende Komplex Platz für moderne Loftwohnungen und Büroflächen für den neuen Firmensitz der MUUUH! Group.

Die Käufer des Geländes sind Elmar Grimm und Jens Bormann, die für dieses Projekt die Hageloft GmbH gründeten. Im südlichen Gebäudeteil entstehen 18 Wohneinheiten mit variierenden Wohnflächen von 50 bis 150 m². Großformatige Fenster, gusseiserne Stützen und stützenfreie Stahlbetonträger kennzeichnen die Wohnräume und bewahren den industriellen Charme der alten Fabrik. Gemeinsam mit den umliegenden Wohnungsbauten, die in den vergangenen Jahren auf dem Areal geschaffen wurden, entsteht ein begrünter Innenhof.

Der an der Lotter Straße gelegene Gebäudeteil wird ab 2020 die Büroräume der MUUUH! Group beherbergen – ein junges Start-Up, das sich auf die Optimierung des Kundenmanagements von Unternehmen spezialisiert hat. MUUUH steht für mutig und unbequem und herausragend. Diesem Leitspruch folgend, sollten auch die neuen Räumlichkeiten gestaltet werden. Geschäftsführer Jens Bormann war es wichtig, dass hier eine Arbeitswelt entsteht, in die man gerne geht, die Fluchten bietet und Gedankensprünge erlaubt. Eine Umgebung, in der man sich individuell entfalten kann und es für jeden eine passende Ecke gibt. Durch die open-space-Arbeitsbereiche ist es den Teams selbst überlassen, wo sie zusammenkommen. Ob Disko oder skandinavisch-minimalistische Umgebung, jedem Mitarbeiter wird der richtige Raum geboten. Doch Jens Bormann dachte dabei nicht nur an seine Mitarbeiter, sondern auch an die umgebende Wohnbebauung. Die Bewohner sollen nicht als erstes daran denken, dass gegenüber hart gearbeitet wird, sondern sehen, dass hier eine entspannte und zwanglose Atmosphäre herrscht.
Der Charakter des alten industriellen Gebäudes wird auch hier teilweise beibehalten, teilweise bewusst unterbrochen. Der alte, undefinierte Bestandsziegel weicht einem dunklen, fast schwarzen Klinker. Währenddessen erhält das alte Pförtnerhaus ein weiteres Geschoss, welches sich in den Straßenraum schiebt.

Doch am Ende wurde sogar für die ursprüngliche Schnapsidee, mit dem Unternehmen an der Völkerball WM teilzunehmen, der Grundstein durch die Einplanung einer eigenen Turnhalle gelegt. Der Weltmeistertitel kann also kommen.

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