Goethe-Gymnasium Gera

Gera
Blick auf das Ensemble vom Johannisplatz aus
Visualisierung © andreas gehrke architekten
Lageplan mit Freiraumgestaltung des Campus' und der Wallanlage
Zeichnung © Blacksheepscape, London
Entwicklung des Erweiterungsbaukörpers aus dem Bestand am Beispiel der Fassade
Zeichnung © andreas gehrke architekten
Blick auf das Ensemble von der Burgstraße aus
Visualisierung © andreas gehrke architekten
Architekten
andreas gehrke architekten
Standort
Gera
Jahr
2011
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.
Stockwerke
1–5 Stockwerke

Goethe-Gymnasium Gera

Baulicher und freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil, durchgeführt als Beschränkter Wettbewerb mit vorgeschaltetem Auswahlverfahren, 2011,
in Zusammenarbeit mit Blacksheepscape, London Landschaftsarchitektur.

Das Neue Ganze

Der Campus Goethe Gymasium / Rutheneum Gera befindet sich an einem historisch dicht besetzten Ort und direkt auf der mittelalterlichen Stadtbefestigungsanlage. Hier befand sich die Burg Gera und es folgten nacheinander viele weitere Gebäude regional hochrangiger Institutionen, von denen das teilweise erhaltene barocke Reussische Regierungsgebäude bis in die Gegenwart reicht. In Fortsetzung dieser Entwicklung wird mit dem Campus Goethe Gymasium nun ein städtebaulicher Auftakt zur Altstadt gebildet, der durch die Vernetzung mit dem Kontext und die Vitalität seiner Nutzer große Strahlkraft für die gesamte Stadt Gera erzeugen kann.

Der Entwurf für den Umbau und die Erweiterung des Reußischen Regierungsgebäudes zum Goethe-Gymnasium Gera basiert auf einer umfassenden städtebaulichen Analyse, dem differenzierten Erfassen der Zeitschichten dieses Ortes sowie dem behutsamen Umgang mit dem Baudenkmal. Die Eingriffe in den Bestand werden durch gezielte Ertüchtigungsmaßnahmen "mit Augenmaß" weitestmöglich reduziert, auch um Raumwirkung und Atmosphäre in authentischer Qualität wieder erlebbar zu machen. Der Erweiterungsbau ist aus dem Bestand entwickelt, seine kompakte Form und die effiziente Gliederung ermöglichen eine wirtschaftliche Errichtung und einen sparsamen Unterhalt. Die Zuordnung der Nutzungen zu den einzelnen Baukörpern ermöglicht darüberhinaus eine leichte Orientierung innerhalb des Schulkomplexes.

Neue Elemente und auch der Erweiterungsbau zielen in ihrer Ausprägung nicht auf effektheischende Kontraste zum Bestand, sondern haben etwas anderes im Sinn: das Weiterbauen zum "Neuen Ganzen". So wie in der Baugeschichte des Ortes der Vorgängerbau oft in das jeweils neue Gebäude integriert wurde, geschieht dies typologisch auch jetzt - das Denkmal wird dabei in der in ihm angelegten Art zur Geltung gebracht, das Ensemble als stimmige Einheit mit selbstverständlicher Präsenz in sein Umfeld eingebettet und die Entdeckung der Vielfalt der einzelnen Ensemblemitglieder bleibt des Betrachters zweitem Blick bewahrt.

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