Forschungs- und Laborgebäude für Lebenswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin

Berlin
Foto © Werner Huthmacher, Berlin
© Werner Huthmacher, Berlin
© Werner Huthmacher, Berlin
© Werner Huthmacher, Berlin
Erdgeschoss
Architekten
Bodamer Faber Architekten BDA PartGmbB
Jahr
2016
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.

Auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität Berlin entstand ein Forschungs- und Laborgebäude für Lebenswissenschaften. Mit dem Gebäude wird die örtliche Konzentration der biologischen Institute erhöht.

Der Neubau wird durch die prägnante, selbstbewusste Gestalt und seine Höhe dem Anspruch eines zukunftsweisenden Forschungsstandortes gerecht. Der Baukörper wird am nördlichen und westlichen Rand des Wettbewerbsperimeters platziert und ist von weither sichtbar. Er wirkt deutlich in die Hannoversche Straße hinein. Die Höhenentwicklung orientiert sich an der Nachbarbebauung und ist differenziert. Die Konzentration der Baumasse fördert ein sehr intensives Forschungsumfeld.

Durch die offene Struktur im Inneren wird eine kommunikative Atmosphäre geschaffen, die konzentriertes Arbeiten und einen intensiven Austausch von Lehrenden, Studierenden und Forschenden fördert. Der kompakte Baukörper lässt den Großteil des Geländes unbebaut, dieser kann zum Erholen und Studieren im Freien genutzt werden. Der bestehende grüne baumumstandene Hof bleibt weitgehend erhalten. Es werden zwei Zugänge in den Neubau angeboten, einer über die Philippstraße, der andere über den Innenhof.

Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin: Der Entwurf stellt sich als eine „geschickte Baukörpermodulation, die den Spagat zwischen einer Quartiersschließung und einem Campus-Baukörper schaffe, dar. Er setzt das hohe Bauvolumen in einer kompakten Bauform um und schafft es mit einer Staffelung der Geschosse von vier auf drei eine selbstverständliche Vermittlung zur umliegenden Bebauung herzustellen. Der Entwurf folgt konsequent den alten Quartiersgrenzen.

Im Inneren zeigt der Entwurf klare funktionale Strukturen, wobei die um ein Atrium angeordneten offenen Kommunikationsbereiche eine gewisse Großzügigkeit vermitteln. In Allem entspricht der Entwurf den Anforderungen der schwierigen Städtebaulichen Situation und den komplexen funktionellen Zusammenhängen in besonderem Maße.“

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