Umweltbundesamt

Dessau
Bild © Jan Bitter
Foto © Jan Bitter
Foto © Jan Bitter
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Architekten
Sauerbruch Hutton
Standort
Dessau
Jahr
2005

Der Neubau für das Umweltbundesamt ist als beispielhaftes Projekt ökologischen Bauens geplant worden. Aktive und passive Maßnahmen zur Einschränkung von Energieverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß werden mit einer Architektur kombiniert, die eine entsprechende räumliche und materielle Ökonomie mit der bewussten Stimulation der Sinne verbindet.

Der Standort auf der Brache des Dessauer Gasviertels ist unter dem Gesichtspunkt des nachhaltigen Städtebaus ausgewählt worden. Kontaminierte Flächen wurden saniert, die Bestandsbauten des Wörlitzer Bahnhofs und einer alten Gasgerätefabrik wurden in den Komplex integriert. Die Form des Neubaus wurde so gewählt, dass ein Großteil des Grundstücks der Öffentlichkeit als Park zur Verfügung steht. Man betritt das neue Gebäude über das «Forum», das diesen Park ins Gebäude «hineinzieht». Vom Forum aus werden die öffentlichen Bereiche des Amtes wie etwa die Bibliothek und der Hörsaal erschlossen. Der Rest des Komplexes wird über das an das Forum anschließende, überdachte Atrium betreten.

Das Gebäude verbindet eine kompakte Gesamtform und hohe Außenwanddämmung mit Strategien intelligenter Haustechnik und dem Einsatz erneuerbarer Energien. Es verfügt über einen sehr großen Luft-Erdwärmetauscher sowie über eine Fotovoltaikanlage und thermische Solarkollektoren. Die zum Einsatz kommenden Baumaterialien wurden nach ökologischen Gesichtspunkten ausgesucht, so zum Beispiel die in dieser Größenordnung und Nutzung für Deutschland prototypische Holz-Elementfassade.

Umfang
41.000 qm

Baukosten
63.000.000 €

Wettbewerb
1998, 1. Preis

Bauzeit
2001 - 2005

Aufgabe
Neubau eines Dienstgebäudes mit öffentlichem Hörsaal, Bibliothek und Restaurant

Bauherr
Bundesrepublik Deutschland

Auszeichnungen
Zumtobel Group Award 2007, lobende Erwähnung
RIBA Award 2006
Balthasar-Neumann-Preis 2006, Anerkennung
Holzbaupreis 2006
Deutscher Architekturpreis 2005, Auszeichnung

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