Fachklinik Höchsten

Bad Saulgau
Foto © Gerd Jütten
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Architekten
weinbrenner.single.arabzadeh. architektenwerkgemeinschaft
Standort
Bad Saulgau
Jahr
2010
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.

Nach vielen Standortuntersuchungen im Vorfeld der Planungen wurde dieser Standort in Bad Saulgau für den Neubau des Fachkrankenhauses ausgewählt.
Für uns Architekten war der sensible Umgang mit der Landschaft gleichermaßen Verpflichtung und Herausforderung. Wir suchten nach einer Architektur, die sich hinsichtlich ihrer Gliederung und Materialität in die Landschaft einfügt, sich jedoch nicht versteckt, sondern vielmehr kraftvoll und selbstbewusst seine Funktion als Ort der Heilung nach außen trägt.

Die große Masse des Neubaus, rund 26.000 m³, galt es so zu gliedern, dass neben dem Anspruch, das Gebäude harmonisch in die Landschaft zu integrieren, die funktionalen und insbesondere die atmosphärischen Anforderungen, die an ein Fachkrankenhaus gestellt werden, in optimaler Weise erfüllt werden.

Der Neubau geht differenziert auf die vorhandene Hangsituation ein.
In dem entsprechend der Hangsituation abgetreppten Basisgeschoss sind sämtliche Funktions- und Therapieräume sowie die gemeinsam genutzten Räume untergebracht. Eine durchgehende gut orientierte, parallel zum Siebenkreuzerweg verlaufende „Magistrale“ verbindet die Ebenen und Funktionen miteinander. Obwohl auf drei Ebenen, erscheint das Sockelgeschoss durch die Ausformulierung der Magistrale als zusammenhängender Raum. Die Magistrale konzentriert die Patientenbewegungen, ermöglicht durch den Außenbezug eine leichte Orientierung im Gebäude und wird zum lebendigen informellen Begegnungs- und Aufenthaltsraum für Patienten und Therapeuten.

Die Wohnbereiche der Patienten wurden in drei überschaubare kubische Einheiten aufgeteilt, welche auf das Sockelgeschoss gestellt wurden. Dies führt zu einer klaren Ablesbarkeit der Funktions- und Wohnbereiche und darüber hinaus zu der gewünschten Maßstäblichkeit des gesamten Bauwerks. Die Wohnbereiche sind direkt an die Magistrale angeschlossen und erlauben durch großzügige französische Fenster von allen Räumen den freien Blick in die schöne oberschwäbische Landschaft.

Hinsichtlich der Materialität und der Details haben wir nach einfachen und nachhaltigen Lösungen gesucht. Eine naturbelassene Schalung aus heimischem Lärchenholz, welche im Lauf der Zeit eine silbergraue Färbung einnehmen wird, trägt dazu bei, das große Gebäude als Teil der Landschaft zu begreifen.

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