Dorotheen Quartier

Stuttgart
Foto © David Matthiessen
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Site Plan
Zeichnung © Behnisch Architekten
Ground Floorplan
Zeichnung © Behnisch Architekten
Section
Zeichnung © Behnisch Architekten
Architekten
Behnisch Architekten
Jahr
2017
Stockwerke
5–20 Stockwerke
Bauherrschaft
EKZ Grundstücksverwaltung GmbH & Co KG

Durch die Neuordnung des Dorotheen Quartiers in der Stuttgarter Innenstadt hat sich städtebaulich die einmalige Chance ergeben, den bislang eher als Rückseite empfundenen Ausgang der Karlspassage zur Sporer- und zur Karlstraße hin aufzuwerten. Diese hochwertige Innenstadtfläche schließt sich durch die drei Baukörper mit Büros, kleinteiligem Einzelhandel und urbanem Wohnen an das lebhafte Netz der Stuttgarter Fußgängerzonen an und stärkt die städtebaulichen Querverbindungen in der Innenstadt.

Die Entwicklung seit dem Wettbewerb im Frühjahr 2010 hat zu einigen Veränderungen geführt. So wird das ehemalige Hotel Silber erhalten. Hier hat sich das Land Baden Württemberg zur Errichtung einer Gedenkstätte verpflichtet. Der Erhalt des im Krieg weitgehend zerstörten und später in veränderter Erscheinung wieder aufgebauten Gebäudes hat zu einer Neustrukturierung der geplanten Baukörper geführt. Sie nehmen sich nun, in ihrer Höhe und Größe reduziert, gegenüber der Umgebung stärker zurück, antworten jedoch architektonisch ausdrucksstark in kleiner aufgeteilter Form auf die Stuttgart-typischen Gegebenheiten.

Der Entwurf weitet die heutige Sporerstraße auf, gliedert sie in zwei Plätze – Dorotheenplatz und Sporerplatz – und verknüpft diese mit dem belebten Stadtplatz vor der Markthalle. Die neue Sichtverbindung zwischen Markthalle und Karlspassage trägt wesentlich dazu bei, wichtige Attraktivitätsfaktoren zu verketten. Ziel war es, einen Stadtraum ohne Rückseiten zu schaffen, mit attraktiven Fronten und unterschiedlichem Charakter, bei gleichwertiger Qualität.

Neue Elemente und Bausteine ergänzen die vorhandene Stadtstruktur. Eingebettet in die Umgebung greifen die drei Gebäude sowohl den historischen Stadtgrundriss als auch die Bezüge der heutigen Umgebung auf. Sie sind unterschiedlich ausgestaltet und vermitteln zwischen den Proportionen ihrer unmittelbaren Umgebung. So greift z.B. der an die Markthalle angrenzende Baukörper deren Traufhöhe auf, während der zur Holzstraße gelegene die eher großmaßstäblichen Ordnungen der Charlottenplatzumgebung annimmt.

Mit einer abwechslungsreichen Dachlandschaft präsentieren sich die Gebäude aus der Stuttgarter Halbhöhenlage. In der topografischen Situation der Kessellage Stuttgarts kommt der Dachlandschaft als fünfte Fassade eine besondere Bedeutung zu. Von vielen Blickpunkten aus sind die Dächer maßgebliche Identifikationsmerkmale der Orte in der Stadt und geben der Anlage einen unverwechselbaren Charakter.

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